Autofähre
Closed
Portugal – Atlantic Ferries: Setúbal – Troia (Autofähre) Verified - Hosted By Administrator
Add Review
Viewed - 506
Die Autofähre Setúbal – Troia

Tróia ist eine Halbinsel in Portugal und erstreckt sich vom Ort Comporta bis zum Fähranleger für die Überfahrt nach Setúbal. Der größte Teil der Halbinsel und seiner Dünen gehört zum Naturschutzgebiet von Reserva Natural do Estuário do Sado. Auf Troía befinden sich die Ruinen der römischen Siedlung Cetóbriga. Die Strände und Dünen der Halbinsel sind bekannt für ihre Schönheit. Tróia ist nicht weit von den Metropolen Lissabon und Setúbal entfernt und über eine Fährverbindung direkt von Setúbal aus zu erreichen. Seit 2008 haben verschiedene Touristikkonzerne damit begonnen, den Bereich von Tróia mit verschiedenen Feriensiedlungen, Bungalows, Golfplatz, Jachthafen und einem Casino auszubauen. Die größte Anlage, zu der auch der Jachthafen Marina de Tróia gehört, wurde von der portugiesischen Finanzgruppe Sonae als TróiaResort geplant und gebaut. In mehreren Ausbaustufen soll das Gelände in den nächsten Jahren erweitert werden.
Die Reederei Atlantic Ferries verbindet die Halbinsel mit der Stadt Setúbal. Zum Einsatz kommen die beiden baugleichen Doppelendfähren “Pato Real” und “Rola do Mar”. Atlantic Ferries betreibt zusätzlich eine Schnellverbindung mit den beiden Katamaran-Schnellfähren “Garca Branca” und “Roaz Corvineiro”, die bei uns in einem separaten Beitrag vorgestellt werden.
Die Autofähren verkehren ab Setúbal stündlich von 7:30 bis 22:00 Uhr, ab Troia von 8:00 Uhr bis 22:40 Uhr. Die Überfahrt dauert 25 Minuten. Foto: Vitor Oliveira via flickr, CC BY-SA 2.0 Attribution-ShareAlike 2.0 Generic
Die Schwesterschiffe “Rola do Mar” und “Pato Real”:

Die Autofähre “Rola do Mar” – Foto: Husond, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Die beiden Schwesterschiffe “Rola do Mar” und “Pato Real” – intern als Typ MM70FE bezeichnet – wurden 2006/2007 auf der Fiskerstrand Verft im norwegischen Fiskarstrand gebaut. Die Rümpfe wurden von der Western Baltija Shipyard in Klaipeda/Litauen zugeliefert.
Die “Rola do Mar” (IMO 9418212, MMSI 263701890, Rufzeichen CSKS –
) wurde als Baunummer 55 am 20. November 2006 auf Kiel gelegt, ist am 25. Februar 2007 vom Stapel gelaufen und wurde am 4. Juli 2007 abgeliefert. Die “Pato Real” (IMO 9418224, MMSI 263701940, Rufzeichen CSKT –
) wurde als Baunummer 56 am 21. November 2006 auf Kiel gelegt, ist am 31. März 2007 vom Stapel gelaufen und wurde ebenfalls am 4. Juli 2007 abgeliefert. Der Heimathafen ist Setúbal.
Die Schiffe sind 70,0 Meter lang, 13,7 Meter breit, haben eine Seitenhöhe von 4,5 Meter und einen maximalen Tiefgang von 2,80 Meter. Sie sind mit 949 BRZ vermessen.
Die Fähren verfügen über ein durchlaufendes Fahrzeugdeck mit herunterklappbaren Rampen an beiden Enden. Auf dem Fahrzeugdeck stehen fünf Fahrspuren zur Verfügung; die drei mittleren Fahrspuren sind durchgehend, die beiden seitlichen in der Mitte unterbrochen. Das Fahrzeugdeck ist im mittleren Bereich überbaut. Hier steht ein Sonnendeck zur Verfügung, auf das mittig Decksaufbauten mit Räumen für die Schiffsbesatzung und Betriebsräumen sowie dem Steuerhaus aufgesetzt sind. Die nutzbare Durchfahrtshöhe beträgt 4,2 m, die maximale Achslast 10 t. Die Fähren können 50 Pkw befördern und sind für 500 Personen zugelassen.
Die Fähren werden von zwei Caterpillar-Dieselmotoren des Typs C32 DITA mit jeweils 820 kW Leistung angetrieben (Gesamtleistung 2.230 PS). Die Motoren wirken auf zwei Schottel-Propellergondeln des Typs STP 440 mit Twin-Propellern, von denen sich je eine an den beiden Enden der Fähren befindet. Für die Stromerzeugung stehen zwei von Caterpillar-Dieselmotoren des Typs C9 ACERT mit jeweils 172 kW Leistung angetriebene Generatoren zur Verfügung. Die Dienstgeschwindigkeit liegt bei 12 Knoten (ca. 22 km/h), die Höchstgeschwindigkeit bei 14 Knoten (26 km/h).
Das Foto zeigt die “Pato Real” an der Anlegestelle in Troia – Foto: Husond, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons



