Autofähre
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Rhein – Mittelrhein: Bad Godesberg – Niederdollendorf Verified - Hosted By Administrator
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Die Rheinfähre Bonn-Bad Godesberg – Niederdollendorf
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Die Lux-Werft und Schifffahrt GmbH ist Betreiber der Rheinfähre von Bonn-Bad Godesberg zum rechtsrheinischen Niederdollendorf bei Stromkilometer 647,7. Eingesetzt werden die beiden Doppelendfähren “Christophorus” und “Konrad Adenauer”. Die Fähre ist ganzjährig in Betrieb. In den Sommermonaten von April bis September fährt sie an Werktagen von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 8:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Im Winterhalbjahr pendelt sie werktags von 6:30 bis 19:00 Uhr über den Rhein, an Wochenenden von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Das Foto oben zeigt Bad Godesberg mit Rheinfähre – Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Königswinter, Drachenfels, Blick auf den Rhein — 2024 — 3942” / CC BY-SA 4.0For print products: Dietmar Rabich / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:K%C3%B6nigswinter,_Drachenfels,_Blick_auf_den_Rhein_–_2024_–_3942.jpg / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Die Fähre “Christophorus”:
Die Fähre “Christophorus” (ENI 05018380, MMSI 211673150, Rufzeichen DK8271 –
) wurde 1966 unter der Baunummer 64391 auf der Werft Hans Boost in Trier gebaut und als “SF III Bingerbrück” für WSD Südwest / Mainz in Dienst gestellt und verkehrte bis 1976 als Fähre auf Rhein und Mosel. Ab 1976 diente sie zunächst für das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen, ab 2002 für das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln als Peilschiff und Notstandsfähre “Bingerbrück”. 2014 wurde das Schiff an die Lux-Werft in Mondorf verkauft, zur Fähre zurückgebaut und ab März 2015 als “Christophorus” auf der Verbindung Bad Godesberg – Niederdollendorf eingesetzt. Vertretungsweise verkehrt sie auch an der Fährstelle Mondorf – Graurheindorf bei Stromkilometer 659.
Die Länge über Klappen beträgt seit dem Umbau 48,95 Meter, die Rumpflänge 35,5 Meter, die Klappenlänge 6,97 Meter, die Breite über alles 11,53 Meter, die Seitenhöhe 1,8 Meter und der Tiefgang 1,25 Meter. Die Tragfähigkeit liegt bei 140 Tonnen, die Verdrängung bei 300 m³. Die “Christophorus” kann auf 3 Fahrspuren 21 PKW befördern und ist für 600 Passagiere zugelassen.
Seit 2018 besteht die Maschinenanlage aus vier Volvo Penta Dieselmotoren Typ D7C-B TA mit jeweils 182 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 990 PS) mit Abgasnachbehandlungssystem, die auf vier 4-flügelige Schottel Ruderpropeller Typ SRP 110 mit einem Propeller-Durchmesser von 800 mm wirken. Die Geschwindigkeit beträgt 8 km/h. Typischerweise wird in der Binnenschifffahrt die Geschwindigkeit in km/h und nicht in – wie in der Seeschifffahrt üblich – Knoten angegeben. Die Hilfsmaschinerie besteht aus einem Deutz, BF411 101 F, Baujahr 1996 mit 34 kW Leistung sowie einem Deutz F3M-1008 mit 7 kW Leistung, Baujahr 1995.
Die “Christophorus” ist nautisch und technisch nach den neuesten Vorschriften ausgerüstet und verfügt über Schottelsteuerungen, Störmeldeüberwachungen, Schallsignalanlagen, Tageslicht Farbradargerät, Wendeanzeiger, Flußkartensystem, Satellitenkompaß und GPS.
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Fährmann Alexander Bohrer für seine Angaben zu den technischen Daten. Foto: Leit, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Fähre “Konrad Adenauer”:
Die Fähre “Konrad Adenauer” (ENI 04307020, MMSI 211635470, Rufzeichen DJ6436 –
) wurde 1967 unter der Baunummer 210 auf der Werft Ferdinand Clausen in Oberwinter für die Autoschnellfähre Bad Godesberg GmbH (ASF) gebaut. Seit 2014 verkehrt sie unter der Reedereiflagge der Lux-Werft und Schiffahrt GmbH, Niederkassel-Mondorf. 2016 wurden die Fährklappen um 2,5 Meter verlängert und zwischen Juni und September 2024 wurde die “Konrad Adenauer” auf der Lux-Werft grundlegend modernisiert und auf Elektroantrieb umgerüstet. Sie ist damit die erste elektrische Autofähre auf dem Rhein.
Die Batteriekapazität beträgt 1408 kWh, bestehend aus 64 Batteriepacks, aufgeteilt auf 22 Batterieracks in zwei klimatisierten Batterieräumen. Pro Batterieraum stehen 704 kwh in 32 Batteriepacks und 11 Batterieracks zur Verfügung. Geladen werden die 22 Batterieracks über zwei 125-A Landanschlüsse. Diese Akkus liefern Strom für drei E-Motoren, die mit jeweils 140 kW Leistung bei 2100 U/min. (Gesamtleistung rund 570 PS) die drei Schottel Ruderpropeller der Fähre antreiben. Vollgeladen ermöglichen die Batterien eine Betriebszeit von 15 Stunden zzgl. einer Reserve. Im Steuerhaus laufen alle Daten zusammen – und die Werft hat die Möglichkeit, per Ferndiagnose eventuelle Fehler zu analysieren. Nachts lädt die “Konrad Adenauer” landseitig Strom. Die Kosten für die Elektrifizierung lagen im sechsstelligen Bereich. Vorher war die “Konrad Adenauer” mit 3 Deutz BF6M 1013 MC-Dieselmotoren mit jeweils 130 kW Leistung (knapp 180 PS) ausgestattet.
Die Länge über Klappen beträgt seit 2016 45,0 Meter (vorher 40,0 Meter), die Rumpflänge 30 Meter, die Klappenlänge 7,5 Meter, die Breite 11,9 Meter und der Tiefgang 1,20 Meter. Sie hat eine Tragfähigkeit von 100 Tonnen und kann 18 PKW oder 250 Fahrgäste befördern. Ganz herzlichen Dank an den Fährmann Alexander Bohrer, der uns wertvolle Hinweise zu den technischen Daten der Fähre gab. Foto: Leit, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons





