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Kanada – BC Ferries: Horseshoe Bay – Langdale (Highway 101) Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung von Horseshoe Bay nach Langdale
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Die “Queen of Surrey” am Langdale Fährterminal — Foto: Emma0mb, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
Langdale ist der Ausgangspunkt des 1962 eröffneten Sunshine Coast Highway 101. Der Highway hat seinen Beginn am Fährhafen von Langdale. Dort kommen Schiffe aus Horseshoe Bay, Keets Island sowie New Brighton an. Der Highway verläuft bis Madeira Park entlang der Küste an der Georgia Strait. Der Highway folgt nach Osten ins Landesinnere bis Kleindale und ab dort nach Norden. Vorbei am Ruby Lake stößt der Highway auf die Küste zum Earls Cove Ferry Terminal. Dort endet der erste Abschnitt des Highways. Nach einer Fährfahrt von etwa 50 Minuten über das Jervis Inlet erreicht man das Saltery Bay Ferry Terminal, wo der zweite Abschnitt des Highways beginnt. Der Highway folgt weiterhin in westlicher Richtung dem Verlauf der Küstenlinie und schwenkt bei Powell River, wo er das Westview Ferry Terminal passiert, nach Norden. Im Zentrum von Lund endet der Highway.
BC Ferries betreibt mit dem Fährschiff-Oldtimer “Queen of Surrey” die Verbindung von Horseshoe Bay (21 km nordwestlich von Vancouver) nach Langdale. Die Fähre pendelt täglich 9x über den Howe Sound. Die erste Abfahrt erfolgt um 7:30 Uhr, die letzte Abfahrt um 23:30 Uhr. Die Überfahrt dauert 40 Minuten.

Die “Queen of Surrey” (IMO 7902221, MMSI 316001262, Rufzeichen VG8177 –
) wurde 1981 unter der Baunummer 100 von der Burrard Yarrows Corporation auf ihrer Werft in North Vancouver, British Columbia, gebaut und im April 1981 auf der Verbindung von Horseshoe Bay nach Langdale in Dienst gestellt. Der Bau der Fähre kostete 29,0 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2006 wurde die “Queen of Surrey” im Vancouver Drydock der Washington Marine Group in Nord-Vancouver für 40 Millionen US$ grundlegend renoviert. Neben Stahlarbeiten am Rumpf wurden neue Notfall-Evakuierungsausrüstungen, eine Modernisierung der Elektrik, der Aufzüge, der Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen durchgeführt. Außerdem wurden den Shop, die Gastronomiebereiche, die Sanitäranlagen und der Sitzbereich neu gestaltet.
Die “Queen of Surrey” ist 139,4 Meter lang, 27,58 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 6,40 Meter. Sie wurde 2018 mit einer Bruttoraumzahl von 6.968,91 und einer Verdrängung von 6.556 Tonnen neu vermessen.
Das Schiff hat eine Transportkapazität von 311 Autos. Das Fahrzeugdeck ist mit zwei Längsverkleidungen in drei Abschnitte unterteilt. Vier Fahrspuren in der Mitte des Decks können von Lastkraftwagen oder Autos genutzt werden, während zwei Außenbordspuren und zwei Fahrspuren auf dem Galeriedeck nur für PKW vorgesehen sind und über feste Rampen erreicht werden. Auf dem Oberdeck gibt es acht Fahrspuren für PKW, die nur über eine Rampe erreichbar sind.
Die Fähre ist für 1.494 Passagiere (incl. Besatzungsmitgliedern) zugelassen, denen ein Coastal Café, Coast Cafe Express, ein Souvenirshop, ein Kinderbereich, ein Videobereich, ein Haustierbereich, Aufzüge und barrierefreie Toiletten sowie ein Sonnendeck zur Verfügung stehen.
Die “Queen of Surrey” wird von zwei MaK 12M551AK -Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 11.860 PS (8.840 kW) angetrieben, die zwei Propeller antreiben, einen vorne und einen hinten. Dadurch erreicht das Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von 20,5 Knoten (ca. 38,0 km/h)
Im Laufe ihrer langen Geschichte war die “Queen of Surrey” in einige spektakuläre Zwischenfälle verwickelt. Am 12. Mai 2003 erlitt das Schiff im Howe Sound aufgrund eines Dieselölbrands im Maschinenraum Nr. 2 einen Blackout. Die “Queen of Capilano” eilte zur Hilfe und stellte eine Schleppverbindung her. Anschließend wurde das Schiff mit Schlepperhilfe in den Hafen geschleppt. Keiner der 318 Passagiere wurde verletzt, mehrere Besatzungsmitglieder wurden jedoch wegen leichter Verletzungen behandelt. Durch die Hitze des Feuers kam es zu einer Verformung des Hauptdecks des Schiffes. Bei dem Vorfall wurden jedoch keine Fahrzeuge beschädigt. Als Hauptursachen für den Brand wurden minderwertige Kupferrohre und die Entfernung eines Hitzeschildes im Maschinenraum identifiziert. Am 17. Juli 2003 kehrte sie nach dem Werftaufenthalt auf ihre Stammstrecke zurück.
Foto: Photo: Gordon Leggett / Wikimedia Commons



