Autofähre
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Norwegen – Boreal Sjø: Stokkvågen – Træna Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung 18-192 von Stokkvågen nach Træna
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Der Hafen von Husøya auf Træna – Foto: Finn Rindahl, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Træna ist eine Kommune mit 442 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024) in der norwegischen Provinz Nordland. Durch die Kommune, die 33 nautische Meilen (65 km) westlich der norwegischen Küste im Nordmeer liegt, verläuft der Polarkreis. Der Name stammt vom altnordischen Þriðna und nimmt möglicherweise Bezug auf die Zahl þrír (drei).
Mit einer Fläche von 16,5 km² ist die Kommune eine der kleinsten in Norwegen. Die Fläche verteilt sich über 1000 kleine Inseln, wovon nur Husøy, Selvær, Sanna, Sørsandøy und Nordsandøy bewohnt sind. Das Verwaltungszentrum befindet sich auf Husøy, wo auch die meisten Einwohner leben (ca. 380). Die Bewohner leben hauptsächlich vom Fischfang.
Die Kommune ist nur auf dem Seeweg erreichbar. Verbindungen mit Fähren und Schnellbooten bestehen von Sandnessjøen, Nesna, Stokkvågen (Anreise über Mo i Rana) und Bodø.
Von Stokkvågen (Anreise über Mo i Rana) verkehrt die Autofähre des Unternehmens Boreal (Søndre Nordland Route 18-192). Werktags werden zwei Überfahrten ab Stokkvåggen angeboten (9:05 Uhr und 17:45 Uhr), an den Wochenenden findet nur die Abendfahrt um 17:45 Uhr statt. Die Überfahrt von Stokkvågen nach Træna dauert 2 Stunden, 15 Minuten, nach Selvær knapp 3 Stunden. Eingesetzt wird das hochseetaugliche Fährschiff “Husøy”, die aber auch die Verbindung Stokkvågen – Onøy – Sleneset – Lovund bedient. Gelegentlich verkehrt auch das Fährschiff “Lovund” auf dieser Verbindung.
Zum 1. Februar 2027 wird die Verbindung Stokkvågen – Lovund – Træna von Norled übernommen. Der neue Betreiber Norled übernimmt die Strecke mit einer Flotte von vier brandneuen, umweltfreundlichen Batterie-Hybrid-Fähren. Diese Schiffe werden sukzessive ab dem Spätsommer 2026 bis Anfang 2027 in Dienst gestellt.
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MF Søholmen: Das erste Schiff der Serie, ausgestattet mit großen Batteriepaketen.
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MS Risvær: Das zweite Schiff der Serie.
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MS Kvitvær: Das dritte Schiff.
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MF Sjona: Wird als viertes Schiff und als Reserve-Vessel fungieren.
Vier Neubauen mögen auf den ersten Blick viel erscheinen, ist aber durch die spezifischen Anforderungen und die Geografie dieser Route begründet.Vom gemeinsamen Festlandshafen Stokkvågen aus werden Lovund und Træna oft als zwei separate Linien bedient, um die Fahrzeiten für die Inselbewohner effizient zu halten. Um auf beiden Linien mehrere Abfahrten täglich zu gewährleisten, werden im regulären Fahrplan drei Schiffe eingeplant. Außerdem liegt Træna etwa 55 km weit draußen im Nordatlantik. Die Überquerung des offenen Meeresabschnitts (“Trænfjorden”) ist wetteranfällig. Die Schiffe müssen robust sein und bei Ausfällen oder Verzögerungen durch Sturm muss sofort Ersatz bereitstehen, da die Inseln vollständig von der Schiffsbahn abhängig sind (es gibt dort keine Flughäfen). Die neuen Schiffe (Søholmen, Risvær und Kvitvær) verfügen mit 8.000 kWh über einige der größten Batteriepakete Norwegens. Da das Laden dieser Kapazitäten Zeit in Anspruch nimmt, ermöglicht ein drittes aktives Schiff im Umlauf mehr Puffer für die Ladezeiten in den Häfen von Stokkvågen, Lovund und Træna, ohne den Fahrplan auszudünnen. Der vierte Neubau, die MF Sjona, fungiert als strategische Reserve für die gesamte Region.
Das Fährschiff “Husøy”:

Der Rumpf des Fährschiff “Husøy” (IMO 9663403, MMSI 258695000, Rufzeichen LDHU –
) wurde bei der türkischen Werft ADA Shipyard in Istanbul gebaut und unter der Baunummer 12 auf der Werft Fiskerstrand BLRT AS endausgerüstet. Die Ablieferung erfolgte am 13. November 2013. Sie gehört wie ihr Schwesterschiff “Lovund” zur Klasse MM64FC.
Die “Husøy” ist 71,2 Meter lang, 14,5 Meter breit, haben eine Seitenhöhe von 5,55 Meter und einen Tiefgang von 3,30 Meter. Sie ist mit 2.838 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 360 Tonnen. Die Fähren verfügen über ein durchlaufendes Fahrzeugdeck mit fünf Fahrspuren. Die Länge des Fahrzeugdecks beträgt 62,40 Meter, auf dem 50 PKW Platz finden. Es kann mit 250 Tonnen belastet werden. Das Fahrzeugdeck ist aufgrund des exponierten Fahrtgebietes vollständig geschlossen. Im mittleren Teil ist es von den Decksaufbauten überbaut. Die Fähre ist für 249 Passagiere zugelassen, denen ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Aufzug und WLAN an Bord zur Verfügung stehen.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei Caterpillar-Dieselmotoren des Typs 3512 TA mit jeweils 1.425 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 3875 PS). Die Motoren wirken auf jeweils eine Propellergondel an den beiden Enden der Fähren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 16,5 Knoten, die Dienstgeschwindigkeit 15,5 Knoten.
Foto: Gordon Leggett GRDN711 CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons /
Das Fährschiff “Lovund”:

Der Rumpf des Fährschiff MV “Lovund” (IMO 9664471, MMSI 25869400, Rufzeichen LDIP –
) wurde 2014 unter der Baunummer 13 auf der türkischen ADA Shipyard in Istanbul gebaut und unter der Baunummer 75 auf der Fiskerstrand Verft in Norwegen ausgerüstet und fertiggestellt. Die Indienststellung erfolgte im Dezember 2013 durch die damalige Reederei Boreal Transport Nord.
Das Schiff ist 71,20 Meter lang, 14,50 Meter breit, hat eine Seitenhöhe 5,55 Meter und einen maximalen Tiefgang von 3,80 Meter. Die “Lovund” ist mit 2.838 BRZ / 989 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 250 Tonnen. Die Fähre verfügt über ein Fahrzeugdeck von 62,4 Meter Länge mit fünf Fahrspuren, auf dem 50 PKW Platz finden. Die Fähre ist für 249 Passagiere zugelassen, denen ein Aufenthaltsraum mit einem Selbstbedienungsrestaurant zur Verfügung steht. Darüber befindet sich das Deck mit den Einrichtungen für die Schiffsbesatzung sowie ein Deck mit Betriebsräumen. Darüber ist mittig das Steuerhaus aufgesetzt.
Die “Lovund” wird durch zwei Caterpillar-Dieselmotoren des Typs 3512 TA mit jeweils 1425 kW Leistung angetrieben. Die Motoren wirken auf jeweils eine Propellergondel an den beiden Enden der Fähren. Die Dienstgeschwindigkeit wird mit 15,5 Knoten, die Höchstgeschwindigkeit mit 16,5 Knoten angegeben. Die Antriebsmotoren sind in zwei getrennten Maschinenräumen untergebracht. Für die Stromerzeugung stehen zwei Caterpillar-Dieselmotoren des Typs C9 TA mit jeweils 200 kW Leistung zur Verfügung, die jeweils einen Leroy-Somer-Generator antreiben.
Photo with kind permission of Olav Horsevik – thank you to northern Norway ♥

Foto mit freundlicher Genehmigung von Olav Horsevik aus Nord-Norwegen – herzlichen Dank! ♥




