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Dänemark – Ærø: Marstal – Birkholm Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Marstal – Birkholm
Birkholm ist eine dänische Insel südlich von Fünen. Die Insel liegt zwischen Ærø und Tåsinge, ist etwa 0,92 km² groß und mit 11 Bewohnern (Stand: 1. Januar 2023) nach Hjortø die zweitkleinste bewohnte Insel Dänemarks.
Der höchste Punkt der Insel liegt 1,8 m über dem Meeresspiegel. Auf der Insel gibt es zwei Deichringe, die die Insel vor Hochwasser schützen sollen. Der äußere Deichring ist etwa 1,8 Meter hoch und schließt viele Weideflächen mit ein. Der innere Deichring ist etwa 2,8 Meter hoch und umschließt nur den Ortskern. Der Hafen in Birkholm hat einen Anlegestelle für das Postboot, das Post, Personen und Güter befördert. Des Weiteren hält der Hafen Liegeplätze für die Boote von Insulanern und etwa zehn Sportbootliegepläze bereit. Im Sommer quetschen sich teilweise wesentlich mehr Sportboote in den Hafen. Der Hafen hat eine Tiefe von etwa 1,8 Metern. Es gibt Stromanschluss, jedoch kein Frischwasser im Hafen. Der einzige Wasserhahn ist im Ortskern, wo sich eine Dusche befindet. Die Toiletten und Waschbecken am Hafen haben Seewasseranschluss. Auf der Insel gibt es einen kleinen Selbstbedienungsladen auf Vertrauensbasis. Die Käufer nehmen sich die Waren und legen das Geld in eine bereitgestellte Schale. Im Laden wird frisches Brot und Eiscreme angeboten.
Die Insel ist mit dem Postboot von Marstal auf Ærø zu erreichen. Eingesetzt wird das Motorboot “Birkholm”, das seit 2011 die Fährstrecke Marstal–Birkholm bedient. Die Fährstrecke ist Dänemarks kleinste Postschiff-Verbindung.

Das Postboot “Birkholm” wurde 2002 von der finnischen Werft Botnia Marin in Malax unter dem Namen “Kathot” gebaut. Der Schiffsrumpf besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Eigner des Schiffes war Helge Israelsen aus Hellerup, für den das Schiff im Tuborg Havn in Kopenhagen lag. Am 23. Juni 2011 wurde das Schiff an die Gesellschaft Leasing Fyn Bank A/S in Faaborg für den zukünftigen Einsatz auf der Fährstrecke nach Birkholm für den Preis von 1.248.000 DKK verkauft.
In der Nacht zum 1. Juni 2011 wurde das Schiff von Tuborg Havn nach Birkholm überführt. Auf Grund der starken Motorisierung wurden für die Strecke nur fünf Stunden benötigt.
Bei der Ummeldung des Eigentümers am 28. Juni 2011 erfolgte die Namensänderung in “Birkholm”. Von der Schifffahrtsbehörde wurde das Schiff als Frachtschiff eingestuft. Ab 20. Juli 2011 erfolgte wieder der regelmäßige Liniendienst zwischen Marstal und Birkholm, nachdem das Vorgängerschiff “Birkholmposten” wegen technischer Probleme bereits im Herbst 2010 außer Dienst gestellt wurde.
Im Gegensatz zu den früher auf der Linie eingesetzten Postschiffen, die von der Gemeinde betrieben wurden, leaste Jan Fabricius das Schiff und betreibt die Fährüberfahrt auf eigene Rechnung.
Die “Birkholm” ist 9,53 Meter lang, 3,15 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 1,10 Meter. Bei einer am 18. Dezember 2012 erfolgten Neuvermessung wurden 5,0 BRT / 1,5 NRT ermittelt.
Die “Birkholm” ist mit 2 Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 515 kW (ca. 700 PS) ausgestattet, die auf zwei Propeller wirken. Die Dienstgeschwindigkeit liegt bei 41 Knoten (ca. 76 km/h).
In der Sommersaison (Mitte Mai bis Mitte September) fährt das Boot von Montag bis Freitag zweimal täglich von Marstal nach Birkholm, in der restlichen Zeit gibt es nur eine Überfahrt, jedoch nur, wenn am Vortag Plätze gebucht wurden oder Post zu befördern ist. An Wochenenden verkehrt das Boot planmäßig nicht. Die Überfahrt dauert 30 Minuten.
Für Sonderfahrten nach Birkholm zum Transport größerer Gegenstände wie Baumaterial, die das Postboot nicht befördern kann, kann das auf der Insel Hjortø beheimatete Fährschiff “Hjortøboen” bestellt werden. Für die notwendige Anlegemöglichkeit, vor allem in der Sommersaison in dem mit Segelbooten überfüllten Hafen Birkholm, ist der Besteller verantwortlich.
Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Foto: Mef.ellingen, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons



