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Estland – TS Laevad: Virtsu – Kuivastu Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Virtsu – Kuivastu über die Suur-Strait
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Der Fährhafen Virtsu – Foto: Laima Gūtmane (simka…, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Die Suur-Strait ist eine Meerenge in Estland und liegt zwischen der Insel Muhu und dem estnischen Festland. Die Meerenge (die selbst Teil von Väinameri ist) verbindet Väinameri und den Golf von Riga. Der Hafen von Kuivastu liegt an der Meerenge. Eine Fähre überquert die Meerenge und verbindet Virtsu mit Kuivastu auf der Insel Muhu.
Im Einsatz sind auf dieser Strecke die beiden Fährschiffe “Tõll” und “Piret” des estnischen Fährbetreibers TS Laevad. Die Abfahrten in Virtsu sind von 5:00 Uhr morgens bis 22:50 Uhr abends alle 70 Minuten. Die Überfahrt dauert 27 Minuten.
Das Fährschiff MS “Tõll”:
Das Fährschiff “Tõll” (IMO 9762651, MMSI 276821000, Rufzeichen ESKH –
) wurde 2016 von der Remontowa Shipyard SA in Danzig, Polen gebaut und am 22. Januar 2017 auf der Route Virtsu – Kuivastu in Dienst gestellt. Die Baukosten betrugen 31,5 Millionen Euro.
Das Schiff ist 113,91 Meter lang, 19,69 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang 4,01 Meter. Es ist mit 4.987 BRZ vermessen und mit der Eisklasse 1A zertifiziert. Die Fähre ist für 700 Passagiere zugelassen und kann 150 PKW befördern.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei MTU-Dieselmotoren Typ 16V400 M03 mit 2.880 kW Leistung, die eine Höchstgeschwindigkeit von 1^5 Knoten ermöglichen. Im Jahr 2020 wurde “Tõll” mit Akkutechnik zum Hybridschiff umgerüstet, um den Verbrauch von Dieselkraftstoff und die Emmission von Abgasen zu reduzieren. Dieses Projekt kostete 1,6 Millionen Euro und die “Tõll” ist das erste und einzige Hybridschiff der TS Laevad, das sowohl Diesel als auch Strom nutzt.
Foto: Gaetano il marinaio, CC BY 2.0, via Wikimedia Common
Das Fährschiff MS “Piret”:
Das Fährschiff “Piret” (IMO 9762663, MMSI 276822000, Rufzeichen ESKI –
) ist ein baugleiches Schwesterschiff der “Tõll”. Sie wurde ebenfalls auf der Remontowa Shipyard in Danzig unter der Baunummer 3178/1 gebaut und am 7. Oktober 2016 auf der Strecke Virtsu – Kuivastu in Dienst gestellt. Die technischen Daten entsprechen denen der “Tõll”.
Foto: Williamson.est, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die Ersatzfähre “Regula”:

Das Fährschiff “Regula” (IMO 7051058, MMSI 276162000, Rufzeichen ESEV –
) wurde 1971 unter der Baunummer 563 auf der Werft Jos L. Meyer in Papenburg für die schwedische Reederei Stockholms Rederi AB Svea gebaut. Am 18. April 1971 wurde sie auf der Verbindung Helsingør – Helsingborg in Dienst gestellt und verkehrte auf dieser Route bis 27. Mai 1996. Am 4. Januar 1997 wurde die “Regula” an die Reederei AS Saaremaa Laevakompanii (Saaremaa Shipping) im estnischen Kuressaare verkauft und ab dem 1. Juni 1997 ohne Namensänderung unter der Flagge Estlands zwischen Virtsu und Kuivastu bzw. Rohuküla und Heltermaa eingesetzt. 2016 übernahm die TS Laevad die Inselrouten von der Saaremaa Shipping und nutzt die “Regula” vorrangig als Reservefähre. Ursprünglich sollte die “Regula” 1997 aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Im Januar 2026 wurde eine Verlängerung der Einsatzdauer des “Regula” bis 31. Dezember 2028 mit einer Verlängerungsoption bis März 2029 bekannt gegeben.
Die “Regula” ist 71,2 Meter lang, 16,31 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 5,40 Meter und einen maximalen Tiefgang von 4,20 Meter. Sie ist mit 3.774 BRZ/1.157 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 880 Tonnen. Das Schiff ist neben dem durchlaufenden Fahrzeugdeck mit 350 Spurmetern mit einem höhenverstellbaren Deck mit 150 Spurmetern ausgerüstet und kann bis zu 100 PKW befördern. Die Passagierkapazität beträgt 400 Passagiere, denen mehrere Bereiche mit Sitzgelegenheiten,ein Selbstbedienungsrestaurant sowie ein Sonnendeck zur Verfügung stehen.
Die Maschinenanlage besteht aus vier KHD-Dieselmotoren des Typs SBA 8M 528A mit jeweils 809 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 4.400 PS), die auf zwei Verstellpropeller wirken. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 12 Knoten (ca. 22 km/h). Foto: Bahnfreund21, CC0, via Wikimedia Commons






