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Norwegen – Fjord1: Mortavika–Arsvågen auf der E39 Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Mortavika–Arsvågen über den Boknafjord
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Der Fährterminal Mortavika – Foto: T. Holme, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Die Fährverbindung Mortavika–Arsvågen verkehrt im Zuge der Europastraße 39 über den Boknafjord zwischen Bokn und der Gemeinde Stavanger. Die Verbindung wird von Fjord1 mit den vier Gasfähren MF „Mastrafjord“ , MF „Stavangerfjord“ , MF „Boknafjord“ und MF „Raunefjord“ bedient , wobei MF „Bergensfjord“ als Reserve dient. Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten. Der Boknafjord-Tunnel ist im Bau und wird die Fährverbindung ersetzen.
Die Fährverbindung Mortavika–Arsvågen wurde am 30. November 1992 eröffnet. In den ersten Jahren wurde die Verbindung von den Fähren MF „Rennesøy“ und MF „Masfjord“ betrieben. Im Jahr 2001 wurde die MF „Boknafjord“ (1986) als dritte Fähre in Dienst gestellt. Fjord1 gewann die Ausschreibung für die Verbindung und nahm 2007 die Gasfähren MF „Stavangerfjord“ und MF „Mastrafjord“ in Betrieb. Am 1. Januar 2012 kam die neue Gasfähre MF „Boknafjord“ zur Verbindung hinzu und 2019 wurden MF „Raunefjord“ und MF „Bergensfjord“ auf der Verbindung Mortavika–Arsvågen in Dienst gestellt.
Die Fähre ist ganzjährig rund um die Uhr in Betrieb. Tagsüber fahren die Fähren im 15-Minuten-Takt, nachts stündlich. Die Überfahrt dauert 25-30 Minuten.
Das Fährschiff MF “Boknafjord”:
Der Rumpf des Fährschiffs “Boknafjord” (IMO 9599896, MMSI 257144700, Rufzeichen 3YQA –
) wurde 2010 auf der Werft Western Baltica Shipbuilding gebaut und im Juli 2011 zur Ausrüstung zur Fiskerstrand Verft geschleppt und am 29. Dezember 2011 ausgeliefert.. Die Fähre verkehrt zusammen mit den äußerlich sehr ähnlichen Fähren “Stavangerfjord” und “Mastrafjord” zwischen Arsvågen auf der Insel Vestre Bokn und Mortavika auf der Insel Rennesøy. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Fjord, auf dem sie verkehrt.
Die Fähre ist 129,9 Meter lang, 18,8 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 6,45 Meter und einen maximalen Tiefgang von 4,50 Meter. Sie ist mit 7.536 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 1.376 Tonnen. Es können 240 PKW transportiert werden.
Die Fähre verfügt über zwei Fahrzeugdecks. Das Fahrzeugdeck auf dem Hauptdeck ist 120 Meter lang. Auf nahezu der gesamten Länge stehen fünf Fahrspuren zur Verfügung. Unterhalb des Hauptdecks befindet sich ein über Rampen zugängliches, weiteres Fahrzeugdeck mit sechs Fahrspuren. Auf dem Hauptdeck können auch Lkw, Busse und andere höhere Fahrzeuge befördert werden. Die nutzbare Höhe auf dem darunterliegenden Deck erlaubt nur die Beförderung von Pkw.
Im mittleren Bereich der Schiffe ist das Hauptdeck von den Decksaufbauten mit vier Decks überbaut. In den Decksaufbauten befinden sich auf Deck 5 zwei Aufenthaltsräume für die Passagiere und ein dazwischen liegendes Selbstbedienungsrestaurant mit Küche. Durch diese Konfiguration wird eine schnellere Bedienung der Passagiere ermöglicht. Auf diesem Deck befinden sich auch zwei offene Deckbereiche.
Auf Deck 6 befinden sich ein Großteil der Einrichtungen für die Schiffsbesatzung. Die Fähre ist mit 16 Kabinen für Besatzungsmitglieder ausgestattet, von denen ein Teil als Einzel- und ein Teil als Doppelkabinen ausgelegt ist. Die Schiffsbesatzung wohnt an Bord und wechselt alle vierzehn Tage. Das Küchen- und anderes Servicepersonal ist nur während der Betriebszeiten der Fähre an Bord.
Die Passagierkapazität ist mit 589 Personen angegeben. Die Gesamtkapazität der Fähre beträgt 600 Personen.
Die Fähre wird gaselektrisch angetrieben. Der Antrieb besteht aus vier Propellergondeln mit Zugpropeller, von denen je zwei an den beiden Enden der Fähre installiert sind. Die Propellergondeln von Kongsberg Maritime werden von je einem ABB-Elektromotor mit 2200 kW Leistung angetrieben. Für die Stromerzeugung stehen vier Generatorsätze von Bergen Engines zur Verfügung. Drei Generatoren werden von Neunzylinder-Gasmotoren des Typs C26:33L-9 mit jeweils 2310 kW Leistung angetrieben, einer von einem Dieselmotor des Typs C25:33L-9 mit 2850 kW Leistung. Der Dieselgenerator dient in erster Linie als Sicherheit. Im Tagesbetrieb wird die für den Antrieb und den Bordbetrieb benötigte Energie von den drei Gasgeneratoren bereitgestellt. Zusätzlich wurde ein von einem Scania-Dieselmotor des Typs DI16 angetriebener Notgenerator verbaut.
Für das Flüssigerdgas stehen zwei Tanks mit einer Kapazität von jeweils 125 m³ zur Verfügung. Jeweils ein Tank befindet sich an einem der beiden Enden der Fähre. Die Tankkapazität des Dieseltanks beträgt 49 m³.
Der Antrieb des Schiffes ist redundant aufgebaut, so dass beim Ausfall eines Maschinenraums der Betrieb des Schiffes über den zweiten Maschinenraum weiter sichergestellt bleibt. Foto: S. Scharrer, www.ferriesworldwide.de
Das Fährschiff MF “Mastrafjord”:

Das Fährschiff MF “Mastrafjord” (IMO 9344760, MMSI 259216000, Rufzeichen LIAT –
) wurde 2007 von der Werft Aker Yards AS in Søviknes gebaut, wobei der Rumpf von Aker Yards in Tulcea, Rumänien zugeliefert wurde. Sie wurde am 6. März 2007 auf der Verbindung Mortavika–Arsvågen in Dienst gestellt und hat dieses Fahrtgebiet seitdem – abgesehen von einigen Werftaufenthalten – nie verlassen.
Die “Mastrafjord” ist 129,8 Meter lang, 18,7 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 4,50 Meter. Sie kann 240 PKW transportieren und ist für 589 Passagiere zugelassen. Die Maschinenanlage besteht aus zwei 12-Zylinder-Rolls-Royce KVGS12G4 und zwei 16 Zylinder-Rolls-Royce KVGS16G4-Motoren mit einer Gesamtleistung von 5.300 kW. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21 Knoten (ca. 39 km/h). Foto: Cavernia, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Das Fährschiff MF “Raunefjord”:

Das Fährschiff MF “Raunefjord” (IMO 9344772, MMSI 258223000, Rufzeichen LNWU –
) wurde 2007 gebaut. Der Rumpf wurde 2006 auf der Aker Tulcea S.A. in Rumänien gefertigt und im August 2006 nach Norwegen geschleppt, wo die Endausrüstung auf der Werft Aker Braatvaag Skipsverf AS in Braatvaag, Norwegen erfolgte. Im Februar 2007 wurde sie auf der Verbindung Halhjem – Sandvikvåg in Dienst gestellt und zum 1. Januar 2019 auf die Route Mortavika–Arsvågen versetzt.
Die technischen Daten entsprechen exakt denen ihres Schwesterschiffes MF “Mastrafjord”. Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de
Die Fähre MF “Stavangerfjord”:

Der Rumpf der Fähre “Stavangerfjord” (IMO 9344746, MMSI 259386000, Rufzeichen LICY –
) wurde – wie bei ihren Schwesterschiffen “Raunefjord” und “Mastrafjord” in Tulcea/Rumänien vorgefertigt und im Juni 2006 zur Aker Yard AS in Söviksnes, Norwegen geschleppt, wo die Ausrüstung erfolgte. Im Januar 2007 wurde sie auf der Verbindung Mortavika–Arsvågen in Dienst gestellt und hat nie auf einer anderen Route gedient.
Das Schiff ist 129,5 Meter lang, 19,9 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 4,50 Meter. Sie ist mit 4.856 BRZ vermessen und kann 1.025 Tonnen zuladen. Die Transportkapazität liegt bei maximal 240 PKW, die Fähre ist für 589 Passagiere zugelassen.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei Rolls-Royce 12-Zylindermotoren Typ KVG12G4 mit einer Leistung von 5.300 kW. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 21 Knoten angegeben. Foto: I, Efarestv, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons




