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Hamburg: die ehemalige HADAG-Fähre “Grosser Michel” Verified - Hosted By

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Das Eventschiff  “Grosser Michel” im Hamburger Hafen

 

 

In unmittelbarer Nähe zur Elbphilharmonie liegt das Eventschiff “Grosser Michel”. Die völlig entkernte und luxuriös umgebaute, ehemalige Hafenfähre kann für Events aller Art von 20 bis 100 Persoenen gechartert werden. Sie liegt am Schiffsanleger Sandtörhöft, in exklusiver Lage zwischen Speicherstadt und den St.-Pauli-Landungsbrücken.

 

 

Foto: Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

 

 

Die ehemalige Hafenfähre “Grosser Michel” (ENI 05100270, MMSI 211499480, Rufzeichen DADA – ) gehört der HADAG-Typklasse IIIb an. Sie hatte 6 Schwesterschiffe: “Altona”, “St. Pauli”, “Jungfernstieg”, “Bergedorf”, “Volksdorf” und “Alsterdorf”. Neben der “Grosser Michel” existiert heute nur noch die “Bergedorf”, die  ihren Lebensabend als betriebsfähiges Restaurantschiff im Museumshafen Oevelgönne verbringt.

1975 erfolgte ein erster größerer Umbau des Oberdecks. Um den Fahrgästen mehr Komfort und Licht zu bieten, wurden große Seitenfenster sowie eine markante Dachluke in die Deckenkonstruktion integriert. Im Zuge dieses Umbaus wurde die “Grosser Michel” von der HADAG in “Moorburg” umbenannt. Neben dem Linienverkehr wurde die “Moorburg” mit ihrem extrem stabil ausgeführten Rumpf im Winter auch gern als Eisbrecher im Hamburger Hafen eingesetzt. Das Schiff wurde mit Eisklasse gemäß Zertifizierung der Schiffsuntersuchungskommission gebaut und war daher für leichten Eisgang ganzjährig zugelassen. 1991 wurde die “Moorburg” von der HADAG außer Dienst gestellt und im November des gleichen Jahres an den Kaufmann M. Doose verkauft. Das Schiff wurde 1992 aufwendig komplett entkernt und von Grund auf neu aufgebaut. Hierbei entstand das grundlegende Konzept als seegängiges Hotel- und Eventschiff der Spitzenklasse: Der schmucklose Fahrgastraum wich einem edlen Holzsalon, Kabinen wurden eingebaut und die technischen Systeme (inklusive eines neuen Wechselstromnetzes) grundlegend modernisiert. 2016 wurde das Schiff erneut umgebaut und erhielt u.a. hochwerige Kabinen für Übernachtungsgäste. Sie ist heute als luxuriöse Charteryacht mit drei Doppelkabinen und zwei Einzelkanbinen  zugelassen und hat einen ständigen Liegeplatz am Sandtorhöft im Niederhafen, in unmittelbaren Nähe zu den St. Pauli-Landungsbrücken und der neuen HafenCity.

Die “Grosser Michel” lief am 21. Juni 1955 unter der Baunummer 522 auf der Werft Johann Oelkers Schiffswerft in Hamburg-Wilhelmsburg vom Stapel. Diese Werft war lange Zeit mit sieben Hafenfähren der größte HADAG-Lieferant. Die Indienststellung erfolgte am 20. Dezember 1955. Das Schiff ist 30,1 Meter lang, 7,50 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,18 Meter. Die Verdrängung (Eigengewicht) beträgt 255 Tonnen. Die Fähren des Typs IIIb waren im Hafenverkehr für 607 Passagiere zugelassen, im Verkehr bis Glückstadt für 489 Personen und bis Cuxhaven für 367 Fahrgäste.

Bei Indienststellung verfügte die “Grosser Michel” über einen dieselelektrischen Antrieb der Firma AEG. Der elektrische Fahrmotor brachte eine Nennleistung von 221 kW (ca. 300 PS) bei einer Nenndrehzahl von 1250 Umdrehungen pro Minute. Insgesamt wurde die Maschinenleistung mit 380 bis 400 PS beziffert, die eine Geschwindigkeit von 11 Knoten erlaubte. Im Zuge des umfassenden Totalumbaus und der fortlaufenden Modernisierungen (insbesondere zwischen 2007 und 2021) wurde die Maschinenanlage komplett auf den neuesten technischen Stand gebracht. Heute verrichten drei moderne, emissionsarme Dieselgeneratoren ihren Dienst im Bauch des Schiffes, die im Durchschnitt lediglich etwa 35 Liter Diesel pro Betriebsstunde verbrauchen. Dank der effizienten Generatoren und großzügiger Tanks besitzt der “Grosse Michel” eine theoretische Reichweite von rund 4.500 Seemeilen (ca. 8.300 km).  Allerdings besitzt die “Grosser Michel”  keine Hochseezulassung. Fahrten auf die offene Nord- oder Ostsee (wie etwa nach Helgoland oder Sylt) sind daher technisch und rechtlich nicht vorgesehen.

 

 

Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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