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Malta – Gozo Channel Line: Malta – Gozo Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung von Cirkewwa auf Malta nach Mġarr auf Gozo

2 Fähren begegnen sich auf dem Gozo-Channel – Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Die Gozo Channel Line der Reederei Gozo Channel Company Limited ist ein Anbieter von Fährverbindungen aus Malta mit Sitz in Mġarr (Gozo). Sie unterhält Verbindungen über den Gozokanal zwischen der Hauptinsel Malta und der Schwesterinsel Gozo. Die Gesellschaft besteht seit 1979. Zwischen Mġarr auf Gozo und Ċirkewwa auf der Hauptinsel besteht ein fahrplanmäßiger Fährbetrieb, tagsüber alle 30 oder 45 Minuten und nachts alle 90 Minuten. Des Weiteren gibt es von Mġarr vorwiegend für den Schwerlastverkehr eine Verbindung nach Sa Maison auf der Hauptinsel. Zwischen 1981 und 1995 wurden auch Verbindungen nach Sizilien angeboten. Gozo Channel bereedert eine Flotte von 4 Fährschiffen (“Ta’ Pinu”, “Gaudos”, “Malita” und “Nikolaos”) und beschäftigt 240 Mitarbeiter. Durchschnittlich werden jährlich bei 19.000 Fahrten rund 3,5 Millionen Passagiere und 900.000 Fahrzeuge mit derzeit drei Fähren befördert.
Die Fähren verkehren rund um die Uhr, tagsüber im 30 Minuten-Rhythmus, nachts im 45-Minuten-Takt. Die Überfahrt dauert 25 Minuten.
Die Schiffe der Ta’Pinu-Klasse:

Die Fähre “Ta’ Pinu” (IMO 9176307, MMSI 248692000, Rufzeichen 9HHI6 –
) – Foto: Karelj, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Die Ta’Pinu-Klasse ist eine Klasse von Doppelendfähren der maltesischen Reederei Gozo Channel Line, die zwischen 1998 und 2002 in Dienst gestellt wurden. Die Schiffe wurden als Ersatz für zwei zuvor betriebene Doppelendfähren, die “Mgarr” und die “Cittadella”, auf der Werft Malta Shipbuilding Co. unter den Baunummern 178 – 180 gebaut. Sie waren die ersten Neubauten der Reederei, nachdem zuvor von anderen Reedereien übernommene Schiffe eingesetzt wurden. Der Entwurf der Schiffe basierte auf den beiden zuvor betriebenen Doppelendfähren. Der Bau der Schiffe kostete rund 42 Mio. Maltesische Lira.
Die Fähren sind 85,20 Meter lang, 18,0 Meter breit, haben eine Seitenhöhe von 6,20 Meter und einen maximalen Tiefgang von 4,10. Sie sind mit 4.893 BRZ vermessen und haben eine Tragfähigkeit von 1.100 Tonnen. Sie sind für 900 Passagiere zugelassen und werden von einer zwanzigköpfigen Besatzung gefahren.
Die Schiffe verfügen über ein durchlaufendes Fahrzeugdeck, auf dem 72 Pkw Platz finden.. Die Schiffe sind auf dem Fahrzeugdeck auf beiden Seiten mit einem zusätzlichen, höhenverstellbaren Fahrzeugdeck ausgerüstet. Auf diesen Decks können weitere 66 Pkw befördert werden, so dass die Gesamtkapazität 138 Pkw beträgt. Bei der “Ta’Pinu” als erstem Schiff der Klasse wurde das höhenverstellbare Deck 2012 nachgerüstet.
Oberhalb des Fahrzeugdecks befindet sich das Passagierdeck. Im Mittschiffsbereich sind die Schiffe mit einem Zugang für Passagiere ausgestattet, die ohne Fahrzeug reisen. Der Zugang ist mit einer Fußgängerrampe ausgerüstet. Oberhalb des Fahrzeugdecks sind an beiden Enden der Fähren Steuerhäuser angebracht.
Der Antrieb der Schiffe erfolgt dieselelektrisch durch vier Propellergondeln des Herstellers Ulstein Bergen, von denen jeweils zwei an den beiden Enden der Schiffe angebracht sind. Die Propellergondeln werden von vier Elektromotoren angetrieben. Die beiden Propellergondeln an den jeweiligen Enden der Schiffe werden kombiniert gesteuert.
Für die Stromerzeugung stehen vier Generatoren mit jeweils 1.200 kW Leistung zur Verfügung, die von Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotoren des Herstellers Norma mit jeweils 1325 kW Leistung (Gesamtleistung 7.206 PS) angetrieben werden. Als Notgenerator ist ein Generator verbaut, der von einem Caterpillar-Dieselmotor angetrieben wird. Die Schiffe erreichen eine Geschwindigkeit von rund 13 Knoten.

Das Fährschiff “Gaudos” (IMO 9176319, MMSI 24892800, Rufzeichen 9HHJ6 –
) auslaufend Mġarr – Foto: HH58, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

MV “Malita” (IMO 9176321, MMSI 215145000, Rufzeichen 9HKK6 –
) – Foto: VillageHero from Ulm, Germany, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons
Das Fährschiff “Nikolaos”:

MV “Nikolaos” – Foto: V1snyk, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Die Doppelendfähre “Nikolaos” (IMO 8611506, MMSI 237593100, Rufzeichen SY2709 –
) wurde 1987 unter der Baunummer 3001 bei North East Shipbuilders in Sunderland, Großbritannien gebaut und am 14. Juli 1987 als “Superflex Alpha” an die dänische Reederei Molarco Shipping in Nyborg abgeliefert. Sie war das Typschiff einer Serie von 15 vollkommen symmetrisch aufgebauten Doppelendfähren ohne Maschinenraum. Die Schiffe fielen durch zahlreiche Mängel auf – die Aufbauten verrußten durch zu kurze Abgasrohre, der Brennstoffverbrauch der Schiffe stieg von anfangs 9 Tonnen pro Tag schnell auf 14 Tonnen täglich und die Motorenleistung war zu gering.
Die “Superflex Alpha” verkehrte bis zur Eröffnung der Storebæltsbroen (Großer-Belt-Brücke) auf der Verbindung Nyborg – Korsør und wurde anschließend anch Griechenland verkauft und in “Prokopios” umbenannt. Bis 2007 pendelte sie zwischen Igoumenitsa und Corfu. Im November 2007 wurde sie in “Nikolaos” umbenannt und verkehrt unter diesem Namen heute zwischen Malta und Gozo. Die “Nikolaos” ist 95,03 Meter lang, 15,27 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 9,85 Meter und einen Tiefgang von 3,60 Meter. Sie ist mit 4.212 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 1.280 Tonnen. Die Transportkapazität auf den zwei Autodecks beträgt 160 PKW oder 80 PKW und 16 LKW. Die Fähre ist für 650 Passagiere im Sommer und 300 Passagiere im Winter zugelassen.
Die Besonderheit der vollkommen symmetrisch aufgebauten Doppelendfähren liegt im Konzept ohne Maschinenraum. Statt einer herkömmlichen Antriebsanlage sind auf jeder Seite des Schiffes fünf Cummins-Dieselgeneratoren Typ NTA-855-G2 mit einer Gesamtleitung von 2.750 kW in schallgedämpften Gehäusen an Deck aufgestellt. Sie liefern den Strom für vier Schottel-Ruderpropeller.



