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Kanada – Marine Atlantic: Argentia – North Sydney Verified - Hosted By Administrator
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Die Marine Atlantic Fährverbindung Argentia (Newfoundland) – North Sydney (Nova Scotia)

Argentia ist ein kanadischer Seehafen und Industriepark in der Stadt Placentia, Neufundland und Labrador. Sie liegt an der Südwestküste der Avalon-Halbinsel und wird durch eine dreieckige Landzunge definiert, die nach Norden in die Placentia Bay hineinreicht und einen natürlichen Hafen mit einer Länge von 3 km (1,9 Meilen) bildet.
Mitte der 1960er Jahre wurden die Straßen zwischen Argentia und dem neu eröffneten Trans-Canada Highway bei Whitbourne ausgebaut. Im Jahr 1967 wurde von der Canadian National Railway ein neuer Fährhafen eröffnet und die “Ambrose Shea” war die erste Saisonfähre, die den Hafen anlief und hauptsächlich Touristen beförderte, die von North Sydney, Nova Scotia, zur Avalon-Halbinsel fuhren (19 Stunden Überfahrtszeit).
Die Fähre verkehrt von Mitte Juni bis Ende September und legt montags, donnerstags und samstags um 17:00 Uhr in Argentia ab. Die Rückfahrt an North Sydney beginnt mittwochs, Freitags und sonntags um 17:30 Uhr. Das Schiff benötigt für die 280 Seemeilen zwischen beiden Häfen 16 Stunden. Das Foto zeigt den Fährterminal in North Sydney, Nova Scotia – Foto: Mykola Swarnyk, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Das Fährschiff MV “Ala’suinu”:

Das Fährschiff “Ala’suinu” (IMO 9946257, MMSI 316018260, Rufzeichen VBAV –
) ist die 10. Einheit der Stena-Flexer-Klasse und wurde 2023 unter der Baunummer W0279 auf der Werft China Mercant Jinling (ehemals Weihai Shipyard) gebaut. Der Name kommt von der Sprache der First Nation und bedeutet “Reisender”. Am 17. Februar 2024 verließ das Schiff Weihai und fuhr über Singapur – Colombo – Port Louis auf Mauritius – Kapstadt – Luanda – Las Palmas de Gran Canaria – nach North Sydney, wo sie am 24. April 2024 eintraf.
Die “Ala’suinu” ist 202,90 Meter lang, 27,8 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 6,45 Meter. Sie ist mit 37.807 BRZ vermessen und hat eine Verdrängung von 6.917 Tonnen. Sie verfügt über 2.571 Lademeter (einschließlich 476 Lademeter mit niedriger Durchfahrtshöhe für PKW) und kann 1.000 Passagiere befördern, für die 146 Kabinen zur Verfügung stehen. Die Besatzungsstärke liegt bei 100 Personen. Die Fähre ist mit verschiedenen Gastronomieangeboten, Sitzlounges mit Ruhesesseln, einem Kinderspielbereich und einem Zwinger für Haustiere ausgestattet.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei 12-Zylinder-Wärtsilä Dual-Fuel-Motoren Typ W12V46DF, die mit Diesel und mit LNG betrieben werden können. Die Gesamtleistung beträgt 30.000 kW (ca. 40.765 PS), die eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten und eine Dienstgeschwindiglkeit von 23 Knoten ermöglichen. Foto: Marine Atlantic auf Twitter/X 2. Mai 2024
Das Fährschiff “Ile Rouge”:

Die RoPax-Fähre “Ile Rouge” (IMO 9211511, MMSI 209939000, Rufzeichen 5BLZ5 –
) wurde am 29. Juni 1999 unter der Baunummer 360 auf der Howaldtswerke Deutsche Werft in Kiel auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 25. August 2001, die Ablieferung als “Superfast X” an die Superfast Ferries in Piräus am 26. Februar 2002. Die Indienststellung auf der Verbindung Rostock – Hanko erfolgte am 27. Februar 2002. Aber schon am 19. April 2002 wurde das Schiff auf die Route Rosyth – Zeebrugge verlegt. Es folgten bewegte Jahre mit zahlreichen Namensänderungen und unter zahlreichen Reedereiflaggen. Im Februar 2007 wurde das Schiff in “Jean Nicoli” umbenannt und verkehrte in Charter für die Compagnie Tunisienne de Navigation (Cotunav, CTN) zunächst zwischen Tunesien und Frankreich, im September und Oktober 2007 zwischen Patras – und Venedig. Im April 2008 erfolgte eine erneute Umbenennung in “Seafrance Moliere” und verkehrte bis 12. Juni 2012 für die Reederei Seafrance (Société Nationale des Chemins de fer Français, SNCF) zwischen Doven und Calais. Im Juli 2012 wurde das Schiff an die Scapino Shipping Ltd., Valletta, Maltaverkauft und in “Moliere” umbenannt. Am 30. Oktober 2012 charterte die Reederei DFDS Seaways A/S, København,das Schiff, benannte es in “Dieppe Seaways” um und setzte es weiterhin auf der Verbindung Dover – Calais ein. Im Februar 2014 kaufte die Stena Line das Schiff. Die Charter für DFDS lief bis November 2014 wieter, anschließend verkehrte das Schiff als “Stena Superfast X” auf den Verbindungen Belfast – Cairnryan und Cherbourg – Rosslare. Es folgte eine Langzeitcharter von Corsica Lines, die das Schiff bis 25. Januar 2026 als “A Nepita” zwischen Marseille und Bastia einsetzte. Am 26. Mai 2026 charterte die kanadische Reederei Marine Atlantic das Schiff für zunächst 5 Jahre, ließ es in Perama, Griechenland umbauen und modernisieren und in “Ile Rouge” umbenennen. Am 19. August 2026 legte die “Ile Rouge” in Griechenland ab und erreichte am Morgen des 3. September ihren neuen Basishafen North Sydney.
Die “Ile Rouge” ist 203,3 Meter lang, 25,0 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 6,50 Meter. SIe ist mit 30.285 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 5.295 Tonnen. Die Transportkapazität liegt bei 1.930 Lademetern, die Passagierkapazität bei 821 Personen. Die Fähre verfügt über 146 Kabinen. Neben den Standardkabinen mit 2 oder 4 Betten gibt es auch Deluxe-Kabinen (u. a. mit Queen-Size-Bett und eigenem Kühlschrank), barrierefreie Kabinen und Haustierkabinen. Außerdem stehen 82 Ruhesessel im Flugzeugstil, Aufenthaltsräume, Restaurant und Café, ein Bordshop, eine Kinderspielecke, ein Haustierbereich und ein Freideck zur Verfügung.
Die Maschinenanlage besteht aus 4 Wärtsilä-Sulzer Dieselmotoren Typ NSD ZA V40S mit einer Gesamtleistung von 46.000 kW (ca. 62,542 PS) und vier Hilfsmaschinen MAN B&W Typ 8L28/32H mit 7.392 kW Leistung. Die Motoren wirken auf zwei Verstellpropeller (engl. Controllable Pitch Propellers / CPP) des renommierten Herstellers KaMeWa. Diese beiden vierflügeligen Propeller ermöglichen es, die Steigung der Propellerblätter stufenlos zu verändern. Dadurch kann das Schiff die Geschwindigkeit und Fahrtrichtung präzise regulieren, ohne dass die Drehzahl der vier großen Wärtsilä-Sulzer-Hauptmotoren ständig geändert werden muss. Außerdem stehen zwei Bugstrahlruder und ein Heckstrahlruder zur Verfügung. Das Schiff erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 30,4 Knoten (ca. 56,3 km/h). Bei den ursprünglichen Probefahrten nach dem Bau knackte sie sogar die Marke von knapp über 31 Knoten. Die Dienstgeschwindigkeit in Kanada beträgt 22 Knoten. Foto: Periperi99, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Das Vorgängerschiff “Leif Ericson”:

Das Fährschiff MV “Leif Ericson” (IMO 8917388, MMSI 316001216, Rufzeichen VOCJ –
) wurde 1990 unter der Baunummer 50 auf der Fosen Mekaniske Versted in Fosen, Norwegen als “Stena Challenger” gebaut und auf der Verbindung Dover – Calais in Dienst gestellt. Das Schiff wurde 2001 von der kanadischen Regierung für ihr Staatsunternehmen Marine Atlantic gekauft und für den Betrieb auf der 178 Kilometer langen Strecke zwischen North Sydney (Nova Scotia) und Port aux Basques (Neufundland und Labrador) modifiziert. In den Sommermonaten dient die “Leif Ericson” auf der 280 Seemeilen langen Strecke zwischen Argentia in Neufundland und North Sydney in Nova Scotia. 2010 wurde die “Leif Ericson” für 18 Millionen US$ grundlegend renoviert, 2015 erhielt sie auf der Deyton´s Shipyard in Charleston, South Carolina einen neuen Farbanstrich.
Die “Leif Ericson” ist 157,52 Meter lang, 24,3 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 13,2 Meter und einen maximalen Tiefgang von 5,52 Meter. Sie ist mit 18.523 BRZ vermessen und kann 4.598 Tonnen zuladen. Sie ist damit das größte Schiff der Marine Atlantic-Flotte.
Die Fähre verfügt über eine Kapazität von 500 Passagieren und 300 Personenkraftwagen (Kombination aus Autos und Sattelschleppern). Normalerweise transportiert sie nur Nutzfahrzeuge auf der Strecke North Sydney-Port aux Basques sowie gelegentlich auf der Verbindung Argentia – North Sydney und befördert nur in Ausnahmefällen Passagiere.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei Sulzer Dieselmotoren Typ 8 ZAL40S mit 10.560 kW Leistung, die auf zwei Verstellpropeller wirken und eine Dienstgeschwindigkeit von 18 Knoten (ca. 33 km/h) ermöglichen. Foto: Photo: Gordon Leggett / Wikimedia Commons

Die Fährrouten von Marine Atlantic- Karte: Canada_location_map.svg: *derivative work: Yug (talk)Canada_(geolocalisation).svg: STyxderivative work: Philphos, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons




