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Schweden – Stockholm: Die autonom fahrende Elektrofähre ZEAM Verified - Hosted By Administrator
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Die erste selbstfahrende Passagierfähre der Welt über den Stockholmer Riddarfjärden
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Die “Estelle” am Anleger Norr Mälarstrand mit Blick auf Kungsholmen – Foto: AleWi, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Der Riddarfjärden ist die östlichste Bucht des Mälaren und gehört ganz zum Stadtgebiet von Stockholm. Der Riddarfjärden erstreckt sich in Ost-West-Richtung und wird begrenzt im Westen vom Stadtteil Mariaberget und der Brücke Västerbron, sowie der ehemaligen Gefängnisinsel Långholmen, im Norden vom Stadtteil Kungsholmen und der Straße Norr Mälarstrand, im Osten von den Inseln Riddarholmen und Gamla Stan, sowie im Süden vom Stadtteil Södermalm und der Straße Söder Mälarstrand. Der Riddarfjärden ist etwa 2.700 Meter lang und ungefähr 400 Meter breit, die Strandlinie beträgt 6400 Meter und die größte Tiefe misst etwa 23 Meter.
Um den Riddarfjärden befinden sich einige interessante Bauwerke. Das bekannteste ist das Stockholmer stadshus am nordöstlichen Teil des Riddarfjärden. Im Westen überspannt Stockholms höchste Brücke, die Västerbron, die Bucht. Im Osten finden sich die Schleusen und der Verkehrsknotenpunkt Slussen sowie die Altstadt Gamla Stan. Bei Slussen trifft das Süßwasser des Mälarsees auf das Salzwasser der Ostsee. Das Wasser ist so sauber, dass mitten in der Stadt gebadet werden kann, dazu stehen die Bäder bei Smedsudden und auf Långholmen zur Verfügung.
Seit dem Frühjahr 2023 ist der Riddarfjärden um eine Attraktion reicher: die Elektrofähre MF “Estelle” pendelt autonom über den Riddarfjärden und verbindet Norr Mälarstrand und Söder Mälarstrand. Die Anleger befinden sich unterhalb von Kungsholmstorg auf Kungsholmen und in der Nähe der Münchner Brauerei auf Södermalm.
Die Fährlinie wird unter der Marke Zeam von der norwegischen Reederei Torghatten AS betrieben, die seit 2022 Teil der Nordic Ferry Infrastructure ist. Zielsetzung ist ein Betrieb ohne Personal. Die Fähre wird aus einem Kontrollraum im norwegischen Trondheim vollständig kontrolliert. Nach derzeitiger schwedischer Gesetzgebung dürfen Passagierschiffe nur mit Personal an Bord fahren. Daher befindet sich immer ein Schiffsführer an Bord, der die Fähre in Notfällen übernehmen und manuell steuern kann.
Die “Estelle” verkehrt von April bis Oktober an Werktagen von 7:00 Uhr bis 21:00 Uhr, an den Wochenenden von 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr jeweils alle 20 Minuten. Um 11:00 Uhr und um 18:00 Uhr legt die Fähre eine einstündige Pause zum Aufladen der Batterien ein. Die Überfahrt ist gebührenpflichtig und kann nur online bezahlt werden.

Die Doppelend-Katamaranfähre “Estelle” (MMSI 265052190, Rufzeichen SFE5168 –
) wurde 2023 unter der Baunummer 316 auf der norwegischen Werft Bredrene Aa in Hyen aus Kohlefaser-Verbundstoffen gebaut. Das Schiff ist 12 Meter lang, 5 Meter breit und für 25 Passagiere zugelassen. Die “Estellle” wird von vier Elektromotoren angetrieben und ist mit einem robusten 188-kWh-Akkupack ausgestattet, sodass er täglich 15 Stunden lang effizient betrieben werden kann. Die Batteriepacks werden 2x täglich landseitig aufgeladen. Zusätzlich sind auf dem Dach Sonnenkollektoren montiert. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 6 Knoten.
Das Foto zeigt die MF “Estelle” am Anleger Norr Mälarstrand – Foto: Sinikka Halme, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Foto: AleWi, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons



