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Spanien – Armas Trasmediterrànea: Almeria – Oran (Algerien) Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Almeria (Spanien) – Oran (Algerien)

Der Hafen von Oran mit dem Fährterminal der Algérie Ferries – Foto: Bachounda, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Oran ist eine Küstenstadt in der gleichnamigen Provinz im Westen von Algerien. Sie ist nach der Hauptstadt Algier die zweitgrößte Stadt des Landes und eine bedeutende Industriestadt (Metall-, chemische, Leicht-, Lebensmittelindustrie). Sie besitzt einen Hafen, den Flughafen Oran Es Sénia und ist Kulturzentrum mit Universität, Theater und Museen. Durch den großen Hafen ist Oran ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Erdgas aus der algerischen Sahara erreicht über Pipelines die Stadt und wird von hier aus exportiert. Relevante Branchen sind die Chemie- und Nahrungsmittelindustrie. Oran ist durch regelmäßige Fährverbindungen mit Alicante, Almeria und Valencia in Spanien sowie Marseille in Frankreich verbunden. Außerdem gibt es saisonale Fährverbindungen nach Barcelona und Sète. Die Fährverbindung von Almeria nach Oran ist eine der beliebtesten Verbindungen nach Oran, die von der Reederei Trasmediterránea betrieben wird. In der Regel findet eine Überfahrt pro Woche statt, meist am Dienstag. In der Hochsaison (Sommer) kann die Frequenz auf bis zu zwei Überfahrten wöchentlich steigen. Die Fähre legt in Almería meist am Abend gegen 19:00 Uhr ab und erreicht Oran am nächsten Morgen gegen 08:30 Uhr. Die Überfahrt dauert rund 13,5 Stunden, eingesetzt wird i.d.R. das Fährschiff “Almariya”, die aber auch auf der Verbindung Almeria – Nador verkehrt.

Das Fährschiff “Almariya” (IMO 7928811, MMSI 210556000, Rufzeichen 5BFT4 –
) lief am 21. November 1980 unter der Baunummer 1028 auf der Werft AG Weser Seebeckswerft in Bremerhaven vom Stapel, wurde am 21. März 1981 an die OLAU-Linie abgeliefert und am 25.März 1981 als “Olau Hollandia” auf der Verbindung Vlissingen – Sheerness in Dienst gestellt. Im November 1989 wurde sie an die Reederei Nord Gotlandia verkauft und auf den Verbindungen von Visby nach Oskarshamn und Nynäshamn eingesetzt. Nach einem Maschinenraumbrand am 21. Juli 1996 und nachfolgender Reparatur wurde das Schiff an die Eckerö-Line verkauft und ab 8. Januar 1998 als “Nordlandia” auf der Route Helsinki – Tallin eingesetzt. Am 11. Juni wurde das Schiff an die belgische Firma Isabella Cruise Ltd verkauft, die es in “Isabella I” umbenannte. Im selben Monat wurde er an die Trasmediterránea verchartert und nach Spanien verlegt. Am 4. Juli nahm sie den Dienst zwischen Almería und Nador auf, auf der sie bis Januar 2016 verblieb. Zwischenzeitlich wurde die Fähre im griechischen Perama grundlegend renoviert. Seitdem verkehrt sie als “Almeriya” unter der Flagge von Trasmediterrànea im Mittelmeer, seit Dezember 2021 als Stammschiff auf der Verbindung Almeria – Oran.
Die “Almeriya” ist 153,4 Meter lang, 24,2 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 5,8 Meter. Sie ist mit 21.473 BRZ/8.695 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 2.880 Tonnen. Die Transportkapazität liegt bei 400 PKW, die Passagierkapazität bei 2048 Personen, denen 344 Kabinen mit 938 Kojen in verschiedenen Preisklassen sowie Aufenthaltsräume mit Ruhesesseln zur Verfügung stehen. Das Schiff ist mit einem SB-Restaurant, einer Bar, einem Kinderspielzimmer, einer Hundeecke und einer Außenbar auf dem Sonnendeck (nur im Sommer) ausgestattet.
Die Maschinenanlage besteht aus vier Pielstick Dieselmotoren Typ OC2-5L mit einer Gesamtleistung von 15.300 kW (ca. 20.518 PS), die eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Knoten (ca. 37 km/h) ermöglichen. Foto: Ismael Olea, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons



