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Starnberger See – Roseninsel Verified - Hosted By Administrator
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Die Fähre zur Roseninsel im Starnberger See
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Im Hintergrund die Roseninsel – Foto: Arnaud 25, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Die Roseninsel ist die einzige Insel im Starnberger See. Sie liegt 170 Meter vom Westufer des Sees entfernt in der Feldafinger Bucht. Die Binnenseeinsel gehört als Gemeindeteil Wörth (Roseninsel) zum Gemeindegebiet von Feldafing. Grundeigentümer ist der Freistaat Bayern.
Die unter Denkmal- und Landschaftsschutz stehende Roseninsel ist Ziel von bis zu 4000 Touristen monatlich. Die Roseninsel wird an schönen Sommertagen gern von Tagesausflüglern besucht, die von München und den umliegenden Orten aus an den See kommen. Man erreicht sie ab der S-Bahn-Haltestelle Possenhofen oder Feldafing (S6) nach einem ca. 30-minütigen Fußmarsch zum Glockensteg, der zum Park Feldafing gehört.
Vom 1. Mai bis 15. Oktober setzt ein Fährboot vom Glockensteg zur Insel über. Die Fähre verkehrt nicht nach einem festen Fahrplan, sondern zirka 3 bis 4 mal pro Stunde. Bei geringem Andrang muss der Fährmann mittels einer am Steg angebrachten Glocke gerufen werden. Die Überfahrt dauert etwa fünf Minuten.
Das Fährboot ist eine sogenannte “Zille” – Foto: Boschfoto, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Auf dem Starnberger See werden die in Oberbayern und Österreich üblichen “Zillen” eingesetzt. Zillen sind einfach konstruierte, zwischen 5 und 30 m lange Boote. Kleinere Zillen waren grundsätzlich ungedeckt, die größeren Zillen zum Fracht- oder Passagiertransport verfügten über hausähnliche Aufbauten mittschiffs. Zillen haben einen flachen Boden und gerade Seitenwände, die vorne zumeist spitz zulaufen. Je nach Zillentyp läuft auch das Heck entweder spitz zu, ist breit oder (seit einigen Jahrzehnten) sogar mit Spiegelheck für den Motorbetrieb angelegt. Die Zille liegt mit geringem Tiefgang im Wasser und ist relativ kippstabil.
Der Bootstyp der Zille wird auch heute noch als Arbeits-, Fischer- und Freizeitboot eingesetzt. Nach wie vor werden sie zumeist aus Nadelhölzern gebaut, hauptsächlich aus Lärche und Fichte. Produktionsstätten gibt es vor allem an der oberösterreichischen Donau bei Engelhartszell. Die Zille “Marie” auf dem Starnberger See wurde 2016 auf der Bootswerft Simmerding in Berg/Leoni am Starnberger See aus Mahagoni-Holz gebaut. Sie ist 11,50 Meter lang und für 30 Passagiere zugelassen. Die Eigengewicht beträgt 1202 kg.



