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Schweden – Stena Line: Trelleborg – Rostock Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Trelleborg- Rostock der Stena Line

Der Hafen Trelleborg im September 2026 – vorne rechts die “Skane” der Stena-Line mit Bugbeule, in der Mitte die “Mazovia” noch im Polferries-Design, links die “Epsilon” schon in der POLSCA-Lackierung – Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide
Seit Ende der 1990iger Jahre pendeln die beiden weltgrößten Eisenbahnfähren “Mecklenburg-Vorpommern” und “Skåne” zwischen dem Rostocker Überseehafen und der südschwedischen Hafenstadt Trelleborg. Trelleborg ist nur 35 km von Malmö und 300 km von Göteborg entfernt. Die beiden Fähren bieten bis zu 6 Überfahrten täglich an und benötigen für die rund 150 km lange Strecke zwischen 6 und 7,5 Stunden. Dabei verbrauchen sie rund 15.000 Liter Diesel pro Strecke.
Das Fährschiff “Mecklenburg-Vorpommern”:
Das Fährschiff “Mecklenburg-Vorpommern” (IMO 9131797, MMSI 265031000, Rufzeichen SCAN –
) ist das zweitgrößte Eisenbahn-Fährschiff der Welt. Zusammen mit der “Skåne”, der größten Eisenbahnfähre der Welt, verkehrt sie seit ihrer Indienststellung auf der 150 km langen Fährverbindung Rostock–Trelleborg zwischen Deutschland und Schweden. Sie wurde 1996 unter der Baunummer 1092 auf der Schichau-Seebeckwerft in Bermerhaven gebaut und am 16. Dezember 1996 auf der Strecke Rostock – Trelleborg in Dienst gestellt. Im Winter 2002/2003 wurde sie in Danzig grundlegend umgebaut – ein Passagierdeck wurde zum Frachtdeck umgerüstet.
Die “Mecklenburg-Vorpommern” ist 199,95 Meter lang, 28,90 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 14,40 Meter und einen maximalen Tiefgang von 6,50 Meter. Sie ist mit 37.987 BRZ / 12.124 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 8.396 Tonnen. Das Schiff bietet Platz für 600 Passagiere in 161 Kabinen und verfügt über 3100 Spurmeter insgesamt bzw. 2052 Spurmeter für LKW und 945 m Gleise. An Bord befinden sich auch ein kleines Kino und ein Schwimmbecken.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 22,5 Knoten, diese erreicht sie bei Einsatz aller vier Hauptmaschinen, die eine Leistung von insgesamt 25.200 kW abgeben können. Jeweils zwei Hauptmaschinen können eine Welle antreiben. Die “Mecklenburg-Vorpommern” verfügt über zwei Verstellpropeller mit jeweils einem Ruder dahinter. Für die Rückwärtsfahrt hat sie ein Bugruder. Zusätzlich verfügt sie über zwei Bugstrahlruder. Das Fährschiff verfügt über zwei Rettungsboote mit je 150 Plätzen sowie zwölf Rettungsinseln und zwei MES-Stationen. Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de
Das Fährschiff “Skåne”:
Das Fährschiff “Skåne” (IMO 9133915, MMSI 265463000, Rufzeichen SIEB –
) ist das größte Eisenbahn-Fährschiff der Welt. Die “Skåne” wurde 1997/1998 auf der Werft Astilleros Españoles im spanischen Puerta Real gebaut und dient seit dem 7. August 1998 auf der Route Rostock – Trelleborg. Sie ist 200,2 Meter lang, 29,60 Meter breit, hat eine Seitenhöhe von 15,30 Meter und einen maximalen Tiefgang von 6,50 Meter. Sie ist mit 42.705 BRZ/21.731 NRZ vermessen und verfügt über eine Tragfähigkeit von 9.314 Tonnen. Sie verfügt über 1.110 Meter Gleislänge und 3.295 Spurmeter für rollende Ladung. Die “Skåne” ist für 600 Passagiere zugelassen. Sie ist mit vier MAN-B&W-48/60L8-Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 28.960 kW (39.375 PS) ausgestattet, die eine Höchstgeschwindigkeit von 21 Knoten (ca. 39 km/h) erlauben. Foto: S. Scharrer, ferriesworldwide.de

Am 11. März 2026 kollidierte die “Tinker Bell” der TT-Line im Hafen Trelleborg mit der “Skåne” der Stena Line. Die Skåne lag am frühen Nachmittag gegen 13:30 Uhr fest vertäut am Kai im östlichen Teil des Hafens. An Bord befanden sich rund 130 Passagiere sowie zahlreiche Fahrzeuge, die auf die Überfahrt nach Rostock warteten. Zur gleichen Zeit lief die TT-Line-Fähre “Tinker Bell” in den schwedischen Fährhafen ein. Sie kam zu diesem Zeitpunkt frisch aus einem Werftaufenthalt im litauischen Klaipėda und hatte daher keine Passagiere an Bord. Während des Einlaufmanövers kam es auf der “Tinker Bell” zu einem plötzlichen technischen Defekt im Steuerungssystem. Das Schiff verlor dadurch jegliche Manövrierfähigkeit und trieb unkontrolliert auf die Kaje und die dort liegende “Skåne”. Als der Kapitän der “Tinker Bell” realisierte, dass der Zusammenstoß unvermeidlich war, betätigte er das Schiffshorn und gab laut tutende Warnsignale ab. Trotz der Warnung und des Versuchs eines herbeigeeilten Bergungsschiffs, die “Tinker Bell” zu stabilisieren, kam es zur Kollision. Die manövrierunfähige Fähre prallte seitlich mit großer Wucht in die Backbordseite des Bugs der Skåne. Dieser Aufprall hinterließ die unübersehbare, riesige Beule. Da die Beschädigung weit oberhalb der Wasserlinie liegt, bescheinigten die Behörden und die Klassifikationsgesellschaft der “Skåne” die volle Betriebssicherheit. Das Schiff kehrte kurz nach dem Unfall wieder in den Liniendienst zurück. Die Reederei Stena Line hat entschieden, die Beule nicht sofort zu entfernen, um den Fahrplan nicht zu unterbrechen. Der Schaden soll beim nächsten regulären Werftaufenthalt Anfang 2027 behoben werden. Bis dahin bedient das Schiff die Route Rostock–Trelleborg im gewohnten Takt mit sichtbarer Delle. Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de







