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Trafikverket Schweden: Oxdypsleden Stenslätten (Värmdö) – Rindö Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Oxdypsleden im Stockholmer Schärengarten
Der Oxdjupet (deutsch etwa Die Ochsentiefe) ist ein Sund zwischen Frederiksborg auf Rindö und und Stenslätten auf Värmdö und ist eine Hauptschifffahrtsroute nach Stockholm. An seiner schmalsten Stelle ist der Sund 180 Meter breit und er hat eine Tiefe zwischen 17 und 38 Metern.
Der enge Sund und der Schifffahrtsweg hatten einmal eine große militärische Bedeutung. Im Jahr 1549 ordnete König Gustav Wasa an, den Oxdjupet mit Unterwasserhindernissen zu versperren. Dies hatte den Zweck, den Verkehr der großen Schiffe nach Vaxholm und Kodjupet umzuleiten, wo man neue und für die damalige Zeit moderne Festungen errichtet hatte.
Die Unterwasserhindernisse erwiesen sich jedoch als unzureichend. Nach den Russischen Verwüstungen 1719 im Schärengarten von Stockholm, beschloss man, an der östlichen Seite des Sundes die Festung Fredriksborg anzulegen.
Nach ausführlichen Untersuchungen beschloss man, die Festung Vaxholm zu modernisieren und diese zu einer noch besseren Festung umzubauen. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1833 und wurden 1839 beendet. Da die Waffentechnik in dieser Zeit sehr große Fortschritte machte, war die Festung Vaxholm bereits bei ihrer Fertigstellung veraltet. Gleichzeitig wurde es für große Schiffe oder Handelsschiffe mit großem Tiefgang immer schwieriger, die Seefahrtsroute bei Vaxholm zu passieren. Im Jahr 1867 schlug man vor, den Oxdjupet von allen künstlichen Seefahrtshindernissen zu befreien. Um den Schutz Stockholms weiterhin zu gewährleisten, wurde die Festung Fredriksborg verstärkt und ausgebaut. 1897 wurde als weitere Schutzmaßnahme auf der westlichen Seite des Sunds die Festung Oskar-Fredriksborg errichtet. Diese diente nun als zusätzliche Verteidigungsmaßnahme.
Im Oxdjupet verkehrt zwischen Rindö und Värmdö eine Fähre der staatlichen Trafikverket. Die Fähre ist von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr in Betrieb. Die Fährstrecke ist 500 Meter lang und die Überfahrt dauert 3 Minuten. Eingesetzt wird die Fähre “Fragancia”.
Das Fährschiff #289 “Fragancia” (MMSI 265558290, Rufzeichen SJFZ –
) wurde 1971 von den Ab Asi-Verken in Amal unter der Baunummer 96 gebaut und zwischen Vaxholm und Rindö in Dienst gestellt. 1982, 1993 und 2014 wurden umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt, u.a. wurde 1982 und 2014 die Maschinenanlage ausgetauscht.
Die “Fähre 289” wurde 1992 offiziell in “Fragancia” umbenannt. Sie wurde auf verschiedenen Verbindungen eingesetzt, u.a. auf der Strecke Furusund – Yxlan, Ljusterö – Östana, Slagsta – Jungfrusund und Frederiksborg – Stenslätten. Die Fähre ist 64,02 Meter lang, 11,73 Meter breit und hat in abgeladenem Zustand einen Tiefgang von 3,50 Meter. Sie kann 36 PKW befördern und ist für 247 Fahrgäste zugelassen. Die Maschinenanlage besteht aus vier Scania Dieselmotoren Typ DSI 11 79M mit einer Leistung von 794 kW. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 9 Knoten (ca. 16,5 km/h).
Foto: AleWi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons




