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Berlin: F11 Baumschulenstraße – Oberschöneweide Verified - Hosted By Administrator
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Die Fähre F11 Baumschulenstraße – Oberschöneweide über die Spree
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Die Fähre F11 überquert die Spree südlich des Plänterwalds und verbindet ganzjährig Treptow mit Oberschöneweide. Mitten im dichtbesiedelten Stadtgebiet verkürzt sie die Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen erheblich. Die F11 ist eine der ältesten Fährverbindung Berlins und wurde 1896 in Betrieb genommen. Fährmann und Besitzer der Fähre war damals der Gastwirt des Ausflugslokals “Spreeschloss”. Das Lokal wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute gehört die Fähre zur BVG und kann mit einem Ticket für den Berliner Nahverkehr genutzt werden. Die Fähre verkehrt ganzjährig – an Werktagen von 6:00 Uhr bis 19:30 Uhr alle 10-20 Minuten, am Wochenende von 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr alle 20 Minuten. Das Foto zeigt den Anleger “Baumschulenweg” der F 11 – Foto: Assenmacher, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
Die Fähren “FährBär”
Elektrofähre “FährBär 1” (ENI 04811470) – Foto: Biberbaer, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
Elektrofähre “FährBär 2” (ENI 04811480) – Foto: Andre_de, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Die Elektrofähre “FährBär 3” (ENI 04811620) – Foto: Paul Korecky, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons
Die Elektrofähre “FährBär 4” (ENI 04811630) – Foto: – FelixM – via flickr, PDM 1.0 Public Domain Mark 1.0 Universal
Als FährBär wird eine Serie von elektrisch betriebenen Solarfähren in Berlin bezeichnet. Seit 2014 verkehren sie im Auftrag der BVG auf vier Fährlinien. Die Schiffe gehören der Weißen Flotte in Stralsund.
Die Fährschiffe “FährBär 1″und “FährBär 2” werden seit Januar 2014 auf den Linien F11 und F12 und “FährBär 3” und “FährBär 4” seit April 2014 auf den Linien F21 und F23 eingesetzt. Sie ersetzen bisher von Dieselmotoren angetriebene Fähren und werden teilweise mit Solarstrom und teilweise mit Landstrom versorgt. Die Katamaranfähren wurden von der Stralsunder Firma Formstaal für die Weiße Flotte in Stralsund gebaut.
Die Schiffe sind 18,5 Meter lang, 5,3 Meter breit und haben einen Tiefgang von 0,6 Meter. Die Fixpunkthöhe der Schiffe liegt bei umgelegtem Mast im Mittel bei 3,46 Meter. Die Katamarane können mit einer Dienstgeschwindigkeit von 7 km/h betrieben werden und eine maximale Geschwindigkeit von 12 km/h entwickeln. Sie werden mittels Strom aus Akkumulatoren angetrieben, die über Elektromotoren auf je einen Propeller wirken. Auf dem Dach befinden sich Solarpanele mit einer Nennleistung von 10,6 kW zum Aufladen der Akkumulatoren. Die 52 Solarmodule haben eine Gesamtfläche von ca. 66 m². Außerdem kann über Nacht eine weitere Aufladung mit Landstrom erfolgen. Entsprechende Ladestationen wurden vorgesehen. Zwei Elektromotoren mit je 10 kW treiben die Fähre an. Ein Bugstrahler mit der Nennleistung von 7 kW unterstützt den Schiffsführer beim Anlegen. An den Anlegestellen befinden sich an der Stirnseite des Anlegestegs Stahlplatten, die an der Backbord- und Steuerbordseite der Katamaranfähre befindlichen zwei Magnethalter mit integrierten Dauermagneten dienen zum „Festmachen“.
Die Fähren werden von einer Person gefahren, die auch den Fahrkartenverkauf bzw. deren Kontrolle übernimmt. Sie sind ausgelegt für die Beförderung von maximal 49 Personen mit 28 Sitzplätzen, außerdem sind Stellplätze für zwei Rollstühle und zehn Fahrräder vorhanden. Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es mobilitätseingeschränkten Personen problemlos an Bord zu gelangen.


