Frachtfähre
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Niederlande – DFDS: Die Frachtfähre Vlaardingen – Felixtowe Verified - Hosted By Administrator
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Die Frachtfähr-Verbindung Vlaardingen (Rotterdam) – Felixtowe
Die reine Frachtfähverbindung zwischen dem DFDS-Terminal in Vlaardingen und dem Dooley Terminal in Felixstowe gehört zu den wichtigsten Ro-Ro-Frachtrouten der Nordsee. DFDS betreibt hier einen dichten Takt mit mehreren täglichen Abfahrten in beiden Richtungen. Vlaardingen liegt verkehrsgünstig im Rotterdamer Hafengebiet und bietet direkten Anschluss an das niederländische und europäische Autobahn- und Logistiknetz. Felixstowe ist einer der wichtigsten britischen Ro-Ro- und Containerhäfen an der Ostküste und ideal für den Weitertransport nach Südostengland, den Midlands und darüber hinaus.
Es handelt sich um eine klassische unbegleitete und begleitete Frachtlinie für Trailers, Container, Kühltrailer, Gefahrgut, mobile Maschinen und Neufahrzeuge. Passagiere werden nicht befördert.
Die Route ist Teil des dichten DFDS-Nordseenetzes und ergänzt die parallele Verbindung Vlaardingen–Immingham. Aktuell werden die Fähren “Suecia Seaways” und “Acacia Seaways” eingesetzt, gelegentlich verstärkt durch die “Tulipa Seaways”. Die Abfahrten aus Vlaardingen liegen unter anderem vormittags, nachmittags und abends, mit entsprechenden Ankünften in Felixstowe. Die Überfahrt dauert in der Regel rund 7 bis 8,5 Stunden (je nach Abfahrt und Tide).
Die Frachtfähre “Suecia Seaways”:

Die “Suecia Seaways” (IMO 9153020, MMSI 220284000, Rufzeichen OVPB2 –
) wurde 1999 unter der Baunummer 6021 bei Fincantieri-Cantieri Navali Italiani S.p.A. in Ancona/Italien als “Tor Suecia” für die DFDS Tor Line gebaut. Kiellegung war am 11. Februar 1998, der Stapellauf am 11. September 1998, die Fertigstellung erfolgte am 24. September 1999. Sie ist die zweite Einheit der aus drei Einheiten bestehenden Tor-Selandia-Klasse der dänischen Reederei DFDS. Schwesterschiffe sind die heutigen “Selandia Seaways” und “Britannia Seaways”. Nach Ablieferung fuhr sie zunächst für DFDS Tor Line u. a. auf den Routen Göteborg–Immingham und Esbjerg–Immingham. Am 8. Juni 2011 wurde sie im Zuge der Norfolkline-Übernahme in “Suecia Seaways” umbenannt und in die DFDS-Seaways-Flotte integriert. Seit März 2010 ist sie im Wesentlichen auf der Relation Vlaardingen–Felixstowe im Einsatz (mit gelegentlichen anderen Einsätzen).
Die “Suecia Seaways” ist 197,02 Meter lang, 25,96 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 7,50 Meter. Sie ist mit 24.196 (nach anderen Quellen 24.613) BRZ / 7.258 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 11.089 Tonnen. Insgesamt stehen 2.772 LAdemeter für rollende Ladung zur Verfügung, davon 1.162 Meter auf dem Wetterdeck sowie 1.204 Spurmeter auf dem Hauptdeck. Außerdem stehen weitere 406 Lademeter auf einem separaten Autodeck zur Verfügung, das aber aufgrund der begrenzten Höhe von 2,1 Meter nur eingeschränkt nutzbar ist. Für begleitete LKW stehen 12 Kabinenplätze für LKW-Fahrer zur Verfügung.
Die Maschinenanlage besteht aus zwei Neunzylinder-Dieselmotoren Typ: 9ZA50S des Herstellers Sulzer-Wärtsilä, die in Italien von Grandi Motori Trieste in Lizenz gebaut wurden. Die Motoren verfügen über jeweils 10.800 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 29.367 PS) und wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller. Die Schiffe sind mit zwei Bugstrahlrudern mit jeweils 1.100 kW Leistung ausgestattet. Für die Stromversorgung stehen zwei Wellengeneratoren mit jeweils 1.400 kW Leistung sowie drei Dieselgeneratoren von Sulzer-Wärtsilä vom Typ: 6S20 mit jeweils 900 kW Leistung zur Verfügung. Ferner wurde ein Notgenerator des Herstellers Isotta Fraschini Motori Typ L-1306-T3TE50 verbaut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21,5 Knoten. Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de
Die Frachtfähre “Acacia Seaways”:

Die “Acacia Seaways” (IMO 9809112, MMSI 277574000, Rufzeichen LYBX –
) ist eine Ro-Ro-Frachtfähre der „RoRo 4100“-Klasse. Der Typ RoRo 4100 ist ein von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft entwickelter Schiffstyp, von dem zwischen 2012 und 2020 insgesamt elf Einheiten in mehreren Ausführungen an unterschiedliche Auftraggeber abgeliefert wurden. Die “Acacia Seaways” wurde 2017 unter der Baunummer 769 bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) in Flensburg als “Meleq” gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 16. Juni 2016, der Stapellauf am 18. November 2016, die Ablieferung an die türkische Reederei FSG Roro Carriers Ltd in Istanbul am 10. April 2017. Nach Ablieferung fuhr die “Meleq” zunächst unter türkischer Flagge, ab 20. Februar 2020 unter maltesischer Flagge u.a. für CLdN auf der VerbindungZeebrugge – Purfleet. Am 16. April 2021 übernahm DFDS das Schiff im Tausch gegen die kleinere “Gothia Seaways”, benannte es in “Acacia Seaways” um und brachte dass Schiff unter die litauische Flagge. Zunächst charterte DFDS das Schiff noch zurück an CLdN; seit Januar 2022 ist es fest im DFDS-Nordsee-Frachtdienst und regelmäßig auf der Verbindung Vlaardingen–Felixstowe im Einsatz.
Die “Acacia Seaways” ist 209,8 Meter lang, 26,0 Meter breit, hat eine Seitenhöhe zum Hauptdeck von 8,60 Meter und einen maximalen Tiefgang von 6,80 Meter. Sie ist mit 32.770 BRZ/ 9.832 NRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 11.978 Tonnen. Die “Acacia Seaways” gehört zur gleichen Baureihe wie die ebenfalls in Flensburg gebauten Schwesterschiffe “Gardenia Seaways” und “Tulipa Seaways”. Sie bietet mit 4.076 Spurmetern (ausreichend für 262 Auflieger) deutlich mehr Ladekapazität als die ältere “Suecia Seaways”, verfügt aber über keinerlei Passagierkapazitäten.
Die Maschinenanlage besteht aus 2 MAN Dieselmotoren Typ 8L48/60CR mit einer Gesamtleistung 19.200 kW, die auf zwei Verstellpropeller wirken. Außerdem verfügt die “Acacia Seaways” über zwei Hilfsmaschinen MAN 5L21/31 mit jeweils 1.000 kW Leistung und einen Volvo Penta Notgenerator Typ D13. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21 Knoten, die Dienstgeschwindigkeit 20,5 Knoten. Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de



