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Niederlande – DFDS: Die Frachtfähre Vlaardingen (Rotterdam) – Immingham Verified - Hosted By Administrator
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Die Frachtfähr-Verbindung Vlaardingen – Immingham
Die Frachtfähr-Verbindung zwischen dem niederländischen Vlaardingen und dem britischen Immingham gilt als eine der wichtigsten Verbindungen für unbegleitete Trailer. Vlaardingen liegt verkehrstechnisch günstig direkt im Großraum Rotterdam, vermeidet aber den stauanfälligen Tunnel unter der Maas und die dichten Verkehrsströme Richtung Maasvlakte. Auch auf der anderen Seite der Nordsee bietet Immingham im Humber-Mündungsgebiet exzellente Anbindungen an die britischen Industriezentren in den Midlands und im Norden Englands. Betreiber dieser Fährverbindung ist die dänische Reederei DFDS, die auf dieser Verbindung die beiden Schwesterschiffe “Hollandia Seaways” und “Scandia Seaways” einsetzt. Von Montag bis Freitag verläßt allabendlich um 20:30 Uhr eine dieser Fähren Vlaardingen und erreicht am nächsten Morgen gegen 6:45 Uhr das brituische Immingham. Bei der Abfahrt am Freitag abend wird die Geschwindigkeit etwas gedrosselt, die Ankunft in Immingham erfolgt erst am Samstag morgen gegen 8:00 Uhr. Auch am Samstag nachmittag wird noch eine Abfahrt angeboten, die am Sonntag morgen Immingham erreicht. Befördert werden ausschließlich LKW und unbegleitete Trailer, keine PKW und keine Touristen.
Die Schwesterschiffe “Hollandia Seaways” und “Scandia Seaways”:

Die “Hollandia Seaways” läuft frühmorgens im ersten Sonnenlicht in Hoek van Holland ein – Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de
Das RoRo-Schiff “Hollandia Seaways” (IMO 9832585, MMSI 219234000, Rufzeichen OXUD2 –
) ist die dritte Einheit, die “Scandia Seaways” (IMO 9864681, MMSI 219027776, Rufzeichen OYEJ2 –
) die sechste Einheit der aus sechs Schiffen bestehenden Schiffsklasse “Mega RoRo” der dänischen Reederei DFDS. Dieser Schiffstyp wurde vom dänischen Schiffsarchitekturbüro Knud E. Hansen in Helsingør entworfen und optimiert durch sein cleveres Design radikal den Platz an Bord. Das markanteste Merkmal ist das offene Oberdeck (“Weather Deck”), das den Schiffen eine auffallend wuchtige, fast kastenförmige Silhouette verleiht. Beide Schiffe sind nahezu baugleich, die “Scandia Seaways” profitiert jedoch von minimalen Detailanpassungen im Bereich der Maschinenraum-Automation, die während der laufenden Serie umgesetzt wurden.
Die “Hollandia Seaways” wurde am 22. November 2018 unter der Baunummer JLZ9160410 auf der Werft China Merchants Jinling Shipyard in Nanjing auf Kiel gelegt und am 9.Oktober 2019 abgeliefert. Die “Scandia Seaways” wurde am 11. Oktober 2019 unter der Baunummer JLZ9160413 auf derselber Werft auf Kiel gelegt und am 6. Januar 2021 abgeliefert.
Die Schiffe sind 237,4 Meter lang, 33,0 Meter breit, haben eine Seitenhöhe bis zum Hauptdeck von 9,3 Meter und einen maximalen Tiefgang von 7,4 Meter. Sie sind mit 60.465 BRZ / 38.119 NRZ vermessen. Die “Hollandia Seaways” hat eine Tragfähigkeit von 17.048 Tonnen, die “Scandia Seaways” von 17.183 Tonnen. Die Schiffe verfügen über fünf Ro-Ro-Decks mit insgesamt 6.700 Lademetern auf 21.608 m². Es können 450 LKW-Auflieger befördert werden. Durch diese enorme Ladekapazität von 450 Trailern sinkt der Energie- und Kraftstoffverbrauch pro transportierter Einheit im Vergleich zu älteren, kleineren Schiffstypen erheblich. Um die Liegezeiten im Hafen so kurz wie möglich zu halten, verfügen die Schiffe über ein hochentwickeltes Drei-Rampen-System am Heck. Kombiniert mit internen Rampen, können Trailer parallel auf mehreren Ebenen gleichzeitig geladen und gelöscht werden.
Die Schiffe werden von zwei Zweitakt-Achtzylinder-Dieselmotoren des Typs MAN 8S50 ME-C mit jeweils 11.800 kW Leistung /Gesamtleistung 32.087 PS) angetrieben, die auf zwei Verstellpropeller wirken. Die Fähren sind mit zwei mit jeweils 2.350 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlrudern ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen zwei von den Hauptmotoren mit jeweils 2.350 kW Leistung angetriebenen ABB-Wellengeneratoren und zwei von Dieselmotoren des Typs MAN 7L21/31 mit jeweils 1.980 kW Leistung angetriebene Generatoren zur Verfügung. Im Hafen können die Schiffe mit Landstrom versorgt werden. Die Motoren der Schiffe erfüllen die Vorgaben des Energy Efficiency Design Index in Bezug auf die CO2-Emissionen. Zur Reduzierung von Schwefelemissionen sind sie mit zwei Gaswäschern (Scrubbern) ausgerüstet. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 21 Knoten (ca. 39 km/h).
Auffällig: Auf über die Schiffsbreite hinausgehende Nocken wurde verzichtet und für die Brückenbesatzung ein Kamerasystem für An- und Ablegemanöver und beispielsweise Schleusenpassagen installiert.

Foto: Ulrich Repp, www.ferriesworldwide.de



