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Angola – Secil Maritime S.A.: Luanda – Cabinda (Frachtfähre) Verified - Hosted By

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Die Frachtfähre Luanda – Cabinda in Angola

 

 

Cabinda ist eine nördliche Enklave und Provinz von Angola, die vom Atlantischen Ozean sowie der von der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo umgeben ist. Die gleichnamige Hauptstadt wird oft Tchiowa genannt. Die Region ist das wirtschaftliche Herz Angolas, da hier etwa 60 Prozent des angolanischen Erdöls gefördert werden. Sie liegt rund 50 Kilometer nördlich der eigentlichen Hauptlandesmasse Angolas, getrennt durch einen schmalen Korridor der Demokratischen Republik Kongo. Für Reisende ist die Exklave touristisch noch weitgehend unerschlossen und logistisch schwer zugänglich. Die Anreise erfolgt meist über die Grenze zur Republik Kongo (z.B. Pointe-Noire) oder per Boot von Soyo im angolanischen Kernland. Die Entfernung zwischen Cabinda und Angolas Hauptstadt Luanda beträgt ca. 385 Kilometer Luftlinie bzw. 880 Kilometer auf dem Landweg.  Da Cabinda eine Exklave ist, müssen Sie bei der Fahrt auf dem Landweg die Demokratische Republik Kongo durchqueren und den Kongo-Fluss überqueren. Es gibt eine Fährverbindung von zwischen Soyo (im angolanischen Kernland) nach Cabinda, die Montag bis Freitag verkehrt und drei Stunden dauert. Von Soyo aus kann man die Reise nach Luanda auf der Straße fortsetzen. Außerdem bietet die angolanische Staatsreederei Secil Maritime eine regelmäßige Frachtfähre zwischen Luanda und Cabinda (via Soyo) an, die auch PKW und Reisemobile befördert. Es existiert zwar offiziell ein Fahrplan, der allerding rein theoretischer Natur ist: Abfahrt Luanda freitags 8:00 Uhr, Ankunft Cabinda freitags 18:00 Uhr. Rückfahrt ab Cabinda am Dienstag um 8:00 Uhr, Ankunft in Luanda dienstags um 18.00 Uhr. In der Realität dauert die Überfahrt mit der Fähre  „Carlos Marçal“ deutlich länger als die theoretisch geplanten 10 Stunden. Unter optimalen Bedingungen auf offener See benötigt das Schiff für die Strecke zwischen Cabinda und Luanda mindestens 12 bis 14 Stunden reine Fahrtzeit. Der eigentliche Flaschenhals ist aber die Hafenbürokratie sowie das Be- und Entladen in Cabinda und Luanda. Erfahrungsberichte von Reisenden zeigen, dass das Schiff am Dienstag oder Freitag oft erst mit Stunden (oder gar Tagen) Verspätung ablegt. Es wartet in der Regel, bis die Fracht komplett geladen ist und alle administrativen Zoll- und Hafendokumente offiziell freigegeben sind. Wenn Sie diese Passage buchen, sollten Sie die Überfahrt als Mehrtages-Projekt betrachten. Overlander berichten regelmäßig, dass sie ein bis zwei Nächte im Fahrzeug auf dem Schiff verbringen mussten, während dieses noch im Hafen lag oder die Überfahrt stattfand. Planen Sie also ausreichend Proviant, Wasser und Flexibilität in Ihrem Zeitplan ein.

Für Passagiere ohne eigenes Auto setzt die Staatsreederei Secil Maritime vier moderne Schnellfähren “PANGUILA”,  “CACUACO”, “MACÔCO” und “LUANDA” ein. Siehe unter Fährverbindung “Luanda- Cabinda (Passagierfähre)”.

 

 

 

 

Das Fährschiff „Carlos Marçal“ (IMO 9862140, MMSI 603100502, Rufzeichen D3P5583 –   ) wurde 2018 in Singapur gebaut und verkehrte bis 2024 als “Legend Virgo” unter Singapur-Flagge in der Straße von Singapur, den malaysischen Küstengewässern sowie rund um die indonesischen Riau-Inseln (z. B. Batam und Bintan). Das Schiff gehörte zur Flotte von Legend Global Logistics, einem großen Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Singapur. Das Schiff wurde dort exakt für diese regionalen Insel- und Versorgungsdienste konstruiert und eingesetzt, bevor es 2024 nach Angola verkauft und in „Carlos Marçal“ umbenannt wurde. Das Schiff wurde im Sommer 2024 vom Schwergutfrachter “Happy Sky” (IMO 9457220) vom Hafen Jurong (Singapur) nach Luanda transportiert.

Die „Carlos Marçal“ ist 49,8 Meter lang, 13,6 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,40 Meter. Sie ist mit 725 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 520 Tonnen. Die freie Decksfläche ist 350 m² groß und die Deckstärke (Deck Strength) beträgt 7,5 Tonnen pro Quadratmeter. Das ist extrem robust und für schwerste Kettenfahrzeuge, Mobilkräne oder schwere Rohre ausgelegt. Die Fähre ist für 60 Personen (incl. 9 Besatzungsmitgliedern) zugelassen. Allerdings verfügt das Schiff über keinerlei Serviceeinrichtungen wie Restaurant oder Kabinen. Passagiere müssen sich selbst verpflegen und in ihren Fahrzeugen schlafen.

Die Maschinenanlage besteht aus zwei Cummins Dieselmotoren Typ KTA 19M3 mit jeweils 373 PS Leistung bei 1.800 U/min. (Gesamtleistung 746 PS bzw. 548 kW). Die Motoren wirken über zwei Reintjes Getriebe Typ WAF 264L auf zwei Festpropeller. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 8 Knoten. Foto: Secil Maritime

 

 

 

 

 

 

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