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Schottland – CalMac: Kennacraig – Port Askaig (Islay) Verified - Hosted By

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Die CalMac-Fährverbindung Kennacraig – Port Askaig (Islay)

 

 

Islay ist die südlichste und fruchtbarste Insel der Inneren Hebriden und ist vor allem für die dort produzierten Whiskys bekannt. Die Insel hat eine Größe von 619,6 km², ist etwa 40 km lang und hat eine maximale Breite von 32 km. Die höchste Erhebung ist 491 m hoch. Es gibt zwei Fährhäfen, Port Ellen im Südosten und Port Askaig im Nordosten, die die Insel mit Kennacraig auf der Halbinsel Kintyre verbinden. Die Fährverbindung nach Port Askaig wird von der Fähre “Finlaggan” aufrechterhalten, die je nach Wochentag und Saison 1-3 Überfahrten durchführen. Diese Fähren werden auch auf der Verbindung Kennacraig – Port Ellen eingesetzt. Die Überfahrt ab Kennacraig dauert knapp 2 Stunden.

 

 

Das Fährschiff “Isle of Islay”:

 

 

Die “Isle of Islay” bei ihrer Ablieferung – Foto: Pressemitteilung der Cemre shipyard vom 15. Januar 2026

 

Der erste Stahlschnitt für das Fährschiff “Isle of Islay”  (IMO 9970923, MMSI 232049280, Rufzeichen MOBV4 – ) erfolgte am 3. Oktober 2022 unter der Baunummer NB1092 auf der Cemre Shipyard im türkischen Yalova. Die Kiellegung erfolgte am 13. Januar 2023, der Stapellauf fand am 16. März 2024 statt. Die formelle Übergabe an den Eigentümer Caledonian Maritime Assets Ltd (CMAL) erfolgte nach erfolgreich absolvierten Probefahrten am 15. Januar 2026. Die Baukosten beliefen sich auf rund 44,5 Millionen GBP. Sie ist die erste von insgesamt vier neuen Fähren dieser Klasse. Das Schiff traf am 22. Februar 2026 in Schottland (Greenock) ein. In den darauffolgenden Wochen im März wurden die obligatorischen Anlegetests (Berthing Trials) in Kennacraig sowie die finale Einarbeitung der CalMac-Besatzung durchgeführt. Die offizielle Indienststellung der MV ISLE OF ISLAY im Linienverkehr zwischen Kennacraig und den Inseln Islay und Jura erfolgte am 31. März 2026.

Die “Isle of Islay” ist 94,8 Meter lang, 18,7 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 4,0 Meter. Sie ist mit 6.235 BRZ vermessen, hat eine Verdrängung von 3.830 Tonnen und eine Tragfähigkeit von maximal 750 Tonnen. Auf dem Hauptdeck stehen 275 Lademeter für ca. 14 Lastzüge zur Verfügung. Die “Isle of Islay” ist mit zwei hydraulisch absenkbaren Hängedecks (eines auf der Backbord- und eines auf der Steuerbordseite) mit insgesamt 120 Lademetern ausgestattet. Das größere Hängedeck bietet Platz für zwei Pkw-Spuren, das kleinere Hängedeck bietet Platz für eine Pkw-Spur. Diese Decks werden nur bei hohem Pkw-Aufkommen heruntergefahren, um die maximale Gesamtkapazität von 107 Autos zu erreichen. Wenn sie abgesenkt sind, blockieren sie darunter den Platz für Lkw. Zudem verfügen sie über spezielle Ladestationen für Elektrofahrzeuge. 

Die “Isle of Islay” ist für maximal 450 Passagiere zugelassen, denen auf Deck 5 und 6 die Mariners Cafeteria, ein großes Self-Service-Restaurant, das frisch zubereitete warme Speisen aus vorwiegend lokalen schottischen Produkten zur Verfügung steht. Hier gibt es das berühmte traditionelle Scottish Breakfast (inklusive Stornoway Black Pudding) sowie den CalMac-Klassiker CalMac and Cheese. Außerdem die Coffee Cabin, ein separates Café für Kaffeespezialitäten, Teevariationen, Snacks zum Mitnehmen (Grab-and-Go), Süßwaren und alkoholische Getränke. Außerdem verfügt das Schiff über Aussichts-Lounges, ausgestattet mit Sesseln, Recliner-Sitzen und großen Panoramafenstern für den Blick auf die Hebriden-Landschaft, eine TV-Lounge, den als CubClub bezeichneten Kinderspielbereich, einen Raum mit Video-Spielautomaten, einen kleinen Shop für Zeitungen, Magazine, Bücher und Souvenirs von den Inseln Islay und Jura, eine Gepäckaufbewahrung und eine Hundezone. DAs Sonnendeck befindet sich auf Deck 7. Das weitestgehend behindertengerecht konzipierte Schiff besitzt zwei Fahrstühle (Backbord-Bug und Steuerbord-Heck), die die Autodecks direkt mit allen Passagierbereichen verbinden. Sie sind komplett rollstuhlgerecht. Die Besatzung besteht aus 27 Personen (untergebracht in 27 Einzelkabinen plus 4 Kabinen für Auszubildende.

Die Maschinenanlage besteht aus 4 Hauptmotoren Typ Wärtsilä W8L20 mit jeweils 1.600 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 8.700 PS), die auf zwei elektrische Voith-Schneider-Propeller (eVSP) mit jeweils 1.850 kW Leistung wirken. Dieser Antrieb ermöglicht eine exzellente Manövrierbarkeit. Die Häfen an der schottischen Westküste (wie Kennacraig und Port Askaig) sind eng, flach und oft starken Gezeitenströmungen und Winden ausgesetzt. Mit dem VSP kann die Fähre traversieren (sich komplett seitwärts bewegen), extrem schnell stoppen und auf dem Teller drehen. Die Antriebe verfügen über die aktive Rollstabilisierung Voith Roll Stabilisation (VRS): Durch die blitzschnelle Verstellung der Flügel im Millisekundenbereich erzeugen die Propeller bei starkem Wellengang im offenen Atlantik einen Gegenschub, der das Schlingern (Rollen) des Schiffes stark minimiert. Das erhöht den Passagierkomfort massiv. Die Batteriespeicher stammen von Corvus Orca mit 904 kWh Kapazität für den Hybridbetrieb. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 16,5 Knoten.

 

 

Das Schwesterschiff  “Loch Indaal”:

 

 

Im Laufe des Jahres 2026 wird das baugleiche Schwesterschiff der “Isle of Islay” den Dienst zwischen Kennacraig und Part Askaig bzw. Port Ellen aufnehmen. Bis dahin verkehrt auch noch die “Finlaggan” auf diesen Routen. Künftig wird die “Finlaggan” als Reserveschiff zur Verfügung stehen.

 

 

Das Fährschiff  “Finlaggan”:

 

 

 

Die Fähre “Finlaggan” (IMO 9482902, MMSI 235083892, Rufzeichen 2ECF2 – ) wurde 2010 auf der Werft Stoccznia Remontowa in Danzig (Polen) gebaut und am 1. Juni 2011 in Dienst gestellt. Die Baukosten lagen bei 21,75 Millionen GBP. Der Name “Finlaggan” bezieht sich auf eine historische Siedlung auf der Insel Eilean Mòr im Loch Finnlaggan auf Islay.

Die “Finlaggan” ist 89,8 Meter lang, 16,40 Meter breit und hat eine Seitenhöhe von 5,50 Meter und einen maximalen Tiefgang von 3,40 Meter. Sie kann auf den vier Fahrspuren ihres durchgehenden Autodecks 66 Pkw befördern. Bei Bedarf können mittels einem höhenverstellbaren Fahrzeugdecks weitere 18 Pkw Platz transportiert werden. Oberhalb des Fahrzeugdecks befinden sich drei Decks mit den Einrichtungen für die Passagiere und die Schiffsbesatzung. Auf Deck 4 befindet sich u. a. eine Lounge. Im vorderen Bereich des Decks sind Kabinen und Aufenthaltsräume für die Schiffsbesatzung untergebracht. Auf Deck 5 befinden sich eine weitere Lounge sowie ein Selbstbedienungsrestaurant. Außerdem gibt es offene Deckbereiche, teilweise mit Sitzgelegenheiten.

Die Passagierkapazität des Schiffes beträgt 550 Personen. An Bord ist Platz für 34 Besatzungsmitglieder, die in Einzelkabinen untergebracht werden können. Das Schiff ist mit einem Schiffsevakuierungssystem ausgerüstet. Zur Verringerung der Rollbewegungen ist das Schiff mit Flossenstabilisatoren ausgerüstet.

Das Schiff wird von zwei Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotoren des Herstellers Wärtsilä (Typ 8L32) mit jeweils 4.000 kW Leistung  (Gesamtleistung 10.877 PS) angetrieben. Die Motoren wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller. Das Schiff ist mit zwei elektrisch angetriebenen Bugstrahlrudern ausgerüstet.

Foto: Mn28, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

 

 


 

Das Vorgängerschiff  “Hebridean Isles” (Außerdienststellung im November 2024):

 

 

Foto: Cameron Shaw, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

 

 

Das Fährschiff “Hebridean Isles”  (IMO 8404812, MMSI 232000420, Rufzeichen GFMJ – ) wurde 1985 wurde unter der Baunummer 130 auf der Werft Cochrane Shipbuilders in Selby gebaut und am 5. Mai 1985 auf der Verbindung Ullapool nach Stornoway in Dienst gestellt. In den Folgejahren verkehrte sie auf zahlreichen Routen der CalMac. Im November 2024 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und im Oktober 2025 zum Abwracken ins dänische Esbjerg geschleppt.

Die “Hebridean Isles” war 75,15 Meter lang, 15,8 Meter breit, hatte eine Seitenhöhe von 5,0 Meter und einen maximalen Tiefgang von 3,11 Meter. Sie war mit 3.040 BRZ vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 671 Tonnen.

Das Schiff verfügte über ein durchgehendes Fahrzeugdeck mit 150 Lademetern, auf dem bis zu 68 Pkw Platz fanden. Das Fahrzeugdeck war über eine Bug- und eine Heckrampe zugänglich. Zusätzlich verfügte es über Seitenrampen, um auch auf Strecken eingesetzt werden zu können, die noch nicht mit Ro-Ro-Anlagen ausgestattet waren. Das Fahrzeugdeck war zu etwa zwei Drittel der Schiffslänge mit den Deckaufbauten überbaut. Der hintere Teil war nach oben offen. Direkt hinter den Deckaufbauten befanden sich an beiden Seiten die Seitenrampen. Außerdem war hier ein Lastenaufzug installiert, mit dem Fahrzeuge vom Fahrzeugdeck nach oben befördert werden konnten, um das Schiff unabhängig vom Wasserstand im Hafen be- und entladen zu können. Der Lastenaufzug war mit Drehtellern versehen, mit deren Hilfe Fahrzeuge quer zur Längsachse des Schiffes gedreht werden konnten.

Oberhalb des Fahrzeugdecks befanden sich drei Decks. Auf zwei dieser Decks waren die Einrichtungen und Räume für die Passagiere, darunter ein Selbstbedienungsrestaurant, Ruhesessel und eine Lounge. Auf beiden Passagierdecks befanden sich offene Deckbereiche mit Sitzgelegenheiten. Die Passagierkapazität des Schiffes betrug 511 Personen, die Besatzungsstärke 24 Personen.

Das Schiff wurde von zwei Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotoren des Herstellers Mirrlees Blackstone (Typ: BI8MB275) mit jeweils 1.725 kW Leistung angetrieben, die über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller wirkten. Es war mit einem Bugstrahlruder ausgerüstet. Für die Stromerzeugung an Bord standen vier von Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotoren von Volvo Penta angetriebene Generatoren und ein von einem Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotor von Cummins angetriebener Notgenerator zur Verfügung.

 

 

Die schon teilweise abgewrackte “Hebridean Isles” im Dezember 2025 im dänischen Esbjerg – Foto: Ulrich Repp, www.ferrieswordwide.de

 

 

 

 

Availability Calendar

Claim listing: Schottland – CalMac: Kennacraig – Port Askaig (Islay)

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