Autofähre
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Norwegen – Fjord1: Gjermundshamn – Varaldsøy – Årsnes Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Gjermundshamn – Varaldsøy – Årsnes in Vestland

Gjermundshamn liegt 104 km südöstlich von Bergen und ist in knapp zwei Autostunden zu erreichen. Von dort pendelt eine Autofähre nach Årsnes, einem Ausgangspunkt zum Nationalpark Folgefonna. Der Folgefonna-Nationalpark ist ein bergiges Naturschutzgebiet, ideal zum Wandern und Skifahren und mit einigen der größten Gletscher Norwegens.
Die Fähren verkehren rund um die Uhr, fahren aber nachts nur etwa alle zwei Stunden. Tagsüber wird weitestgehend ein 30-Minuten-Takt eingehalten. Die Überfahrt dauert 20 Minuten. Etwa alle 3-4 Stunden wird unterwegs auch Varaldsøy angelaufen – dann dauert die Überfahrt 35 Minuten. Im Herbst 2024 verkehrten auf dieser Route die beiden Fähren MF “Sildafjord” und MF “Laerdal”. Das Foto zeigt den Fähranleger von Årsnes, daneben die Anlagen der Firma Norsafe, die Rettungsboote und Rettungsmittel produziert. Foto: Young one, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Das Fährschiff MF “Sildafjord”:

Das Fährschiff MF “Sildafjord” (IMO 9850733, MMSI 257078370, Rufzeichen LFJV –
) gehört zu einer als Klasse MM82FE EL bezeichneten Serie von drei Fährschiffen, die zwischen 2019 und 2020 für Fjord1 gebaut wurden. Ihr beiden Schwesterschiffe sind die MF “Hillefjord” und die MF “Florøy”, die auf der Verbindung Skjersholmane – Ranavik verkehren.
Die am 21. Dezember 2017 bestellten Schiffe wurden auf der türkischen Werft Sefine Shipyard in Altınova für die norwegische Reederei Fjord1 in Florø gebaut. Die Schiffe wurden zwischen November 2019 und Mai 2020 abgeliefert und von Fjord1 über den Hardangerfjord zwischen Ranavik und Skjersholmane bzw. Gjermundshamn und Årsnes eingesetzt.
Die Schiffe sind 84,32 Meter lang, 17,33 Meter breit, haben eine Seitenhöhe von 5,49 Meter und einen maximalen Tiefgang von 4,10 Meter. Sie sind mit 2.895 BRZ vermessen und können 500 Tonnen zuladen.
Die Fähren sind als Doppelendfähren konzipiert und verfügen über ein durchlaufendes Fahrzeugdeck. Das Fahrzeugdeck ist im mittleren Bereich der Fähren mit den Decksaufbauten überbaut. Die nutzbare Durchfahrtshöhe beträgt 5 Meter. Die Transportkapazität liegt bei 83 PKW. Auf dem Deck über dem Fahrzeugdeck befinden sich die Aufenthaltsräume für die Passagiere sowie nach beiden Enden offene Deckbereiche. Die Fähren sind für 295 Passagiere zugelassen, denen an Bord ein Kiosk bzw. Automaten zur Verfügung stehen. Auf dem darüberliegenden Deck befinden sich unter anderem Bereiche für die Schiffsbesatzung. Oberhalb dieser beiden Decks befindet sich ein weiteres Deck, auf das mittig das Steuerhaus aufgesetzt ist.
Die Schiffe sind mit einem Hybridantrieb aus Akkumulatoren und dieselelektrischem Antrieb ausgerüstet. Im Normalbetrieb werden die Schiffe elektrisch angetrieben. An den beiden Enden der Fähren ist jeweils eine Propellergondel mit einem Zugpropeller installiert, der von je einem Elektromotor mit 1200 kW Leistung angetrieben wird. Die Elektromotoren werden aus Lithium-Ionen-Akkumulatoren gespeist. Für den Notbetrieb stehen zwei von Caterpillar-Dieselmotoren des Typs C32 angetriebene Generatoren zur Verfügung. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 12 Knoten (ca. 22 km/h).
Foto: Cavernia, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Das Fährschiff “MF “Laerdal”:

Das Fährschiff “Lærdal” (IMO 9151565, MMSI 259439000, Rufzeichen LIUQ –
) wurde 1997 unter der Baunummer 42 auf der Fiskerstrand-Verft in Norwegen gebaut und verkehrt seit 2020 auf der Verbindung Gjermundhamn – Varaldsøy – Årsnes auf dem Hardangerfjord. Zuvor diente sie auf dem Sognefjord auf den Fährverbindungen Mannheller–Fodnes und Hella–Dragsvik–Vangsnes.
Die “Laerdal” ist 80,4 Meter lang und 14,5 Meter breit. Sie ist mit 1.264 BRZ vermessen und kann 379 Tonnen zuladen. Das Schiff kann 77 PKW befördern und ist für 296 Passagiere zugelassen. Die Maschinenanlage besteht seit 2016 aus vier Mitsubishi 6-Zylinder-Motoren mit einer Gesamtleistung von 3.072 PS, die zu 100% Biodiesel verwenden.
Foto: Cavernia, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Foto: Ulf Bodin via flickr, CC BY-NC-SA 2.0 Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic




