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Ghana – VLTC: Kete Krachi (Oti Region) und Kodjokrom über den Lake Volta Verified - Hosted By Administrator
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Die Fähre Kete Krachi und Kodjokrom der Volta Lake Transport Company (VLTC) über den Volta-Stausee
Der Volta-Stausee wird vom Akosombo-Staudamm bei der Kleinstadt Akosombo im südöstlichen Ghana aufgestaut. Er ist mit seiner Fläche von 8502 km² der größte, vollständig von Menschen geschaffene Stausee der Erde. Der Staudamm wurde ungefähr 100 km nordöstlich der Hauptstadt Accra errichtet. Neben einigen anderen Zuflüssen staut er insbesondere den Volta mit seinen drei Quellflüssen (Schwarzer, Weißer und Roter Volta) auf.
Die Reederei Volta Lake Transport Company, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der staatlichen Volta River Authority (VRA) betreibt Frachtschifffahrt und insgesamt 5 Fährlinien auf dem Voltasee. Fährverbindungen bestehen zwischen folgenden Ortschaften: Adawso – Ekyiamenfurom, Kete Krachi – Kwadwokrum, Yeji – Makango und Dambai – zum Nordufer des Oti. Von Akosombo wird außerden eine regelmäßige Schifffahrt nach Dodi Island durchgeführt. Auf der Verbindung Kete Krachi – Kodjokrom setzt die VLTC die Doppelendfähre “Freedom and Justice” ein. E existiert kein fester Fahrplan, wie man ihn aus Europa kennt. Die Fähren verkehren täglich in einem Zeitfenster von 06:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends. Die Fähre “MV Freedom and Justice” legt ab, sobald sie voll beladen ist. An stark frequentierten Markttagen werden kontinuierlich mehrere Fahrten hintereinander durchgeführt, um dem hohen Handelsaufkommen gerecht zu werden. Eine Überfahrt über diesen Arm des Volta-Sees dauert je nach Wasserstand und Wetterbedingungen zwischen 45 Minuten und etwa 1 Stunde und 20 Minuten. Es empfiehlt sich, frühzeitig an den Anlegestellen zu erscheinen, da die Ladezeiten für Fahrzeuge und Güter unvorhersehbar sein können. Digitale Tickets und aktuelle Ankündigungen lassen sich direkt über das E-Ticketing-Portal der VLTC einsehen.

Da die Betreibergesellschaft VLTC viele technische Baudaten ihrer älteren Inlandsflotte intern hält und selten digitalisiert, sind nähere Angaben und die technischen Daten der Fähren kaum dokumentiert. Allerdings ist die “Freedom and Justice” ein baugleiches Schwesterschiff der “Millenium Challenge”, die auf der Verbindung Adawso – Ekyiamenfurom verkehrt. Beide Binnenfähren wurden im Rahmen desselben Infrastrukturprojekts der Millennium Development Authority (MiDA) konzipiert und finanziert. Beide Schiffe wurden von der ägyptischen Werft Messrs Arab Contractors direkt in Akosombo am Volta-See montiert. Sie wurden fast zeitgleich fertiggestellt – die “Millennium Challenge” am 29. August 2012 und die “Freedom and Justice” nur einen Tag später, am 30. August 2012. Die technischen Daten sind identisch. Beide Fähren besitzen dieselbe behördliche Zertifizierung der Klasse Hull 100 A5 IN(2) (Z) für Passagierschiffe und Fähren mit Leckstabilität.
Die Rumpflänge der “Freedom and Justice” beträgt 32,0 Meter, die Breite 14,8 Meter, die Seitenhöhe bis zum Hauptdeck 1,8 Meter und der maximale Tiefgang 1,2 Meter. Die Tragfähigkeit beträgt 100 Tonnen, die Transportkapazität 20 PKW. Die Fähre ist für 200 Passagiere zugelassen. Die Maschinenanlage besteht aus zwei Caterpillar Dieselmotoren mit jeweils 254 kW Leistung bei 1.800 U/min. (Gesamtleistung 690 PS), die auf zwei Schottel Ruderpropeller wirken. Zur Stromerzeugung stehen zwei Deutz Generatoren mit jeweils 111 kW Leistung zur Verfügung. Beide Schiffe wurden am 30.08.2012 vom Germanischen Lloyd zertifiziert. Foto: VLTC Ltd.



