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Japan – Taiheiyō Ferry: Tomakomai – Nagoya Verified - Hosted By

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Die Fährverbindung von Tomakomai bei Sapporo (Hokkaidō) nach Nagoya (Honshū)

 

 

Taiheiyō Ferry ist eine japanische Reederei, die Fährschiffe zwischen Honshū und Hokkaidō betreibt. Sie wurde 1970 als Taiheiyō Enkai Ferry gegründet und gehört zur Meitetsu Group, ihren jetzigen Namen trägt sie seit 1982.

Taiheiyō Enkai Ferry wurde 1970 von der Handelskammer von Nagoya in Partnerschaft mit dem Geschäftsmann Motoo Tsuchikawa gegründet, der Präsident der Meitetsu war. Bis zur Aufnahme des Fährbetriebs dauerte es jedoch noch bis zum 1. Oktober 1972. Das erste Schiff der Reederei war der Neubau  “Arkas”. Anfangs befand sich die Fährlinie zwischen Ōita und Kyūshū, ehe ab April 1973 die Häfen von Nagoya, Sendai und Tomakomai angelaufen wurden. Zuvor mussten Teile der Hafenanlage von Sendai für den neuen Fährbetrieb umgebaut werden.

1973 und 1979 geriet Taiheiyō Enkai Ferry durch die Ölpreiskrise in finanzielle Schwierigkeiten, 1980 drohte der Reederei die Insolvenz. Mithilfe der Nagoya Railroad wurde das Unternehmen im April 1982 umstrukturiert und unter dem Namen Taiheiyō Ferry neu gegründet. Nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 musste der Fährverkehr aufgrund starker Beschädigungen der Hafenanlage von Sendai kurzzeitig eingestellt werden. 2015 führte ein leichteres Erdbeben zu einem weiteren, kurzfristigen Betriebsstopp.

Taiheiyō Ferry betreibt aktuell drei Fährschiffe, die alle von Mitsubishi Heavy Industries erbaut wurden – die “Kiso”, die “Ishikari” und die “Kitakami”. Die Werft arbeitet bereits seit den 1980er Jahren mit der Reederei zusammen.

Taiheiyō Ferry verbindet Tomakomai (ca. 30 Kilometer südlich der Olympiastadt Sapporo) mit der Millionenstadt Nagoya auf Honshū. Unterwegs legen die Fähren einen kurzen Zwischenstop in Sendai, der größten Stadt in der Region Tōhoku, ein. Jeden Abend um 19:00 Uhr legt eine der Fähren in Tomakomai ab und erreicht am nächsten Vormittag um 10:00 Uhr Sendai. Um 12:50 Uhr legt das Schiff dann wieder ab und erreicht am nächsten Vormittag gegen 10:30 Uhr den Hafen von Nagoya. Eine Überfahrt von Nagoya nach Tomakomai dauert etwa 40 Stunden. Die Rückfahrt ab Nagoya über Sendai nach Tomakomai erfolgt um 19:00 Uhr.

 

 

Das Fährschiff “Kisu”:

 

 

 

Das Fährschiff “Kisu”  (IMO 9294317, MMSI 431200673, Rufzeichen JD2019 – ) wurde 2004 unter der Baunummer 1103 auf der Werft Mitsubishi Heavy Industries in Shimonoseki gebaut und am 9. Januar 2005 zwischen Nagoya, Sendai und Tomakomai in Dienst gestellt. Es ersetzte hierbei seinen namensgleichen Vorgänger von 1987, der nach Griechenland verkauft wurde und heute als “Nissos Rhodos” in Piräus stationiert ist. Die “Kisu”  hat kein Schwesterschiff, jedoch besitzt die 2011 in Dienst gestellte “Ishikari”  ähnliche Abmessungen und ein ähnliches Design.

Die Fähre ist 199,9 Meter lang, 27 Meter breit und hat einen maximalen Tiefgang von 6,70 Meter. Sie ist mit 15.795 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 6.042 Tonnen. Die Besatzung besteht aus 78 Personen.

Die “Kisu”  kann auf 2.701 Spurmetern rollende Ladung befördern, darunter 113 PKW auf einem Zwischendeck. Sie ist für 768 Passagiere zugelassen, denen Kabinen 1. und 2. Klasse in japanischem und westlichem Stil in 12 Preisklassen zur Verfügung stehen. Zu den weiteren Passagiereinrichtungen zählen ein Konzert- und Veranstaltungssaal, das Restaurant “Tahiti”, ein Cafe mit Bar, ein Massageraum sowie Räumlichkeiten für Karaoke und Videospiele. Die auf größeren japanischen Fähren üblichen Badehäuser (Sentō) befinden sich auf Deck 5.

Die Maschinenanlage besteht aus zwei MAN Dieselmotoren 9L58/64 mit einer Gesamtleistung von 25.020 kW (ca. 34.018 PS), die auf zwei Propeller wirken. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 26,5 Knoten (ca. 49 km/h), die Reisegeschwindigkeit liegt bei 23 Knoten (ca. 43 km/h).

Foto: Asacyan, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

 

 

Das Fährschiff  “Ishikari”:

 

 

 

Das Fährschiff “Ishikari”  (IMO 9526655, MMSI 431000590, Rufzeichen JD3167 – ) wurde 2010 unter der Baunummer 1145 auf der Werft Mitsubishi Heavy Industries in Shimonoseki und lief am 26. August 2010 vom Stapel. Nach der Ablieferung an Taiheiyō Ferry am 8. März 2011 nahm das Schiff am 23. März 2011 den Fährdienst zwischen Nagoya, Sendai und Tomakomai auf, beförderte zu Beginn jeder nur Fracht. Die erste Überfahrt mit Passagieren erfolgte am 11. April 2011. Es ersetzte eine gleichnamige Fähre, die 2011 nach 20 Dienstjahren nach Griechenland verkauft wurde und mittlerweile als “Asterion II” zwischen Piräus und Samos verkehrt.

Die “Ishikari” ist die dritte Einheit in der Firmengeschichte von Taiheiyō Ferry mit diesem Namen. Sie hat kein Schwesterschiff, ist jedoch im Entwurf stark an die 2005 in Dienst gestellte “Kiso” und andere, frühere Einheiten der Reederei angelehnt, um der Flotte ein einheitlicheres Aussehen zu geben.

Die “Ishikari” ist 199,9 Meter lang, 27 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,70 Meter. Sie ist mit 15.762 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 6.150 Tonnen. Sie verfügt über 2.358 Lademeter für rollende Fracht und kann 100 PKW befördern.

Die maximal 777 Passagiere an Bord der “Ishikari” reisen in zwei Klassen. Die Gäste der Ersten Klasse werden in insgesamt 147 unterschiedlich großen Kabinen untergebracht, die sowohl im japanischen, als auch im westlichen Stil eingerichtet sind. Die teuersten Kabinen auf dem Schiff sind die vier Suiten. Die Passagiere Zweiter Klasse sind in mehreren Schlafsälen untergebracht. Als weitere Alternative zwischen den beiden Klassen werden verschließbare Kojen angeboten

Zu den Passagiereinrichtungen an Bord der “Ishikari” zählen ein Restaurant, eine Lounge mit Bar und ein Auditorium. Das Gesamtthema der Innenausstattung ist das Mittelmeer. Die öffentlichen Bereiche sind nach Orten in Griechenland benannt und auch dementsprechend eingerichtet. So trägt das Bordrestaurant den Namen Santorini, das Auditorium Mykonos. Zudem verfügt das Schiff über zwei Badehäuser (genannt Sentō), ein Bordgeschäft, Massageräume sowie Räumlichkeiten für Karaoke und Videospiele.

Die Maschinenanlage besteht aus zwei Pielstick Dieselmotoren Typ 16PC2-6B mit einer Gesamtleistung von 23.680 kW (ca. 32.196 PS). die auf zwei Propeller wirken. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 26,5 Knoten, die Reisegeschwindigkeit 23 Knoten (ca. 43 km/h).

Foto: Oka21000, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

 

 

Das Fährschiff  “Kitakami”:

 

 

 

Die “Kitakami” (きたかみ)  (IMO 9831749, MMSI 431012359, Rufzeichen JD4556 – ) wurde am 7. September 2017 unter der Baunummer 1208 in der Werft von Mitsubishi Heavy Industries in Shimonoseki auf Kiel gelegt und lief am 4. Juli 2018 vom Stapel. Nach der Ablieferung an Taiheiyō Ferry am 20. Januar 2019 wurde sie am 25. Januar 2019 in Dienst gestellt. Sie ersetzte hierbei ihre gleichnamige Vorgängerin aus dem Jahr 1989, die zum Abbruch ins indische Alang ging.

Die “Kitakami” ist 192,5 Meter lang, 27 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,2 Meter. Sie ist mit 13.694 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 5.989 Tonnen. Die Transportkapazität beträgt 166 LKW und 146 PKW.

An Bord der “Kitakami”  können bis zu 535 Passagiere reisen. Anders als andere japanische Fährschiffe verfügt sie nicht über große, offene Schlafräume. Alle Fahrgäste sind in verschieden großen Kabinen für bis zu vier Personen oder in abgetrennten Kojen im Stil eines Kapselhotels untergebracht. Es gibt an Bord Kabinen im japanischen und im westlichen Einrichtungsstil. Zur weiteren Ausstattung des Schiffes zählen ein Restaurant, ein Badehaus (Sentō), ein Shop, ein Informationsschalter und ein Kinderspielzimmer. Eine geschlossene Promenade mit Panoramafenster bietet den Passagieren einen Meerblick. Auf der “Kitakami”  befinden sich zudem Massagesessel, Bereiche mit Getränke- und Snackautomaten, ein Waschsalon und zwei Rauchersalons. Haustiere können in einem klimatisierten Raum untergebracht werden, an dem zudem ein eigener Außendeckbereich für die Tiere grenzt.

Die Maschinenanlage besteht aus  zwei JFE-Pielstick Dieselmotoren Typ 12PC2-6B mit je 8.000 kW Leistung (Gesamtleistung ca. 21.754 PS), die auf zwei Propeller wirken. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 24,55 Knoten ( ca. 45 km/h).

Foto: 中竹たけし, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

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Claim listing: Japan – Taiheiyō Ferry: Tomakomai – Nagoya

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