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Kanada – St. Lorenz-Strom: Rimouski – Forestville (in Vorbereitung!) Verified - Hosted By Administrator
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Die Fährverbindung Rimouski – Forestville über den St. Lorenz-Strom
(Fährdienst in Vorbereitung, noch nicht aktiv!)
Die seit 2022 pausierende Fährverbindung zwischen Rimouski (Bas-Saint-Laurent) und Forestville (Côte-Nord) über den Sankt-Lorenz-Strom wird im Sommer 2026 wieder in Betrieb genommen. Die Fährverbindung wird von dem neuen Betreiber Industries Rilec als saisonale Sommerverbindung reaktiviert. Eingesetzt wird die griechische Fähre “Persea” (IMO 1016537), die derzeit (Juli 2026) in Perama für die Überführungsreise nach Kanada vorbereitet wird. Das neue Schiff bringt eine massive Kapazitätserhöhung mit sich und ist etwa dreimal so groß wie der alte Katamaran “CNM Évolution”. Eine website ist noch nicht freigeschaltet, die Webpräsenz der Gemeinde Forestville unterliegt leider dem in Nordamerika immer häufiger anzutreffenden Geoblocking. Die eingesetzte Fähre “Le H.-Journault” (ex “PERSEAS”) wird als reine Sommerfähre betrieben. Der reguläre Betrieb konzentriert sich auf die eisfreien Monate (Mai/Juni bis Oktober). Angestrebt werden nach der vollständigen Inbetriebnahme mehrere tägliche Überfahrten pro Richtung zwischen Rimouski und Forestville. Dank des modernen Antriebs wird die Reisezeit über den Sankt-Lorenz-Strom auf knapp unter zwei Stunden angesetzt.

Das Fährschiff “Le H.-Journault” (IMO 1016537, MMSI 240639100) wurde 2024 auf der Werft Frantzis G. Shipyard Ltd. in Perama in Griechenland für die Reederei Sofras NE gebaut und im Oktober 2024 abgeliefert. Die Indienststellung erfolgte auf der Fährverbindung zwischen Rio und Antirrion im Golf von Korinth. Im Jahr 2025 wechselte das Schiff den Einsatzort und bediente die stark frequentierte Kurzstrecke zwischen Perama und Paloukia (Salamina). Am 9. Februar 2026 kaufte der Inhaber von Industries Rilec die “Perseas” und benannte das Schiff in “Le H.-Journault” um. Namensgeber ist Hilaire Journault, Gründer der Fährverbindung zwischen Rimouski und Forestville im Jahr 1997. In der Folgezeit wurde die Fähre für die Atlantiküberquerung seetüchtig gemacht. Die “Le H.-Journault” wird die Transatlantik-Überführungsreise auf eigenem Kiel durchführen. In Gibraltar, auf den Azoren und auf Neufundland bzw. Saint Pierre et Miquelon sind Bunkerstopps geplant. Nach der Ankunft in Kanada wird das Schiff nicht sofort den Betrieb aufnehmen, sondern verbringt noch etwa zwei Wochen in einer kanadischen Werft, um die finale Zulassung durch die Behörde Transport Canada zu erhalten. Der offizielle Start der Fährverbindung wird im Laufe des Augusts angestrebt.
Die “Le H.-Journault” ist 74,90 Meter lang und 16 Meter breit, hat eine Seitenhöhe zum Hauptdeck von 3,4 Meter und einen maximalen Tiefgang von 2,30 Meter. Das Schiff ist mit 820 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 310 Tonnen (nach anderen Quellen 350 Tonnen). Die Transportkapazität beträgt 90 PKW, die Passagierkapazität maximal 300 Personen. Die weitestgehend barrierefrei konzipierte “Le H.-Journault” ist mit klimatisierten Salons mit moderner Bestuhlung (Flugzeug-Sessel-Design und Sitzgruppen mit Tischen) und mit großen Panoramafenstern ausgestattet, sodass die Passagiere mit etwas Glück während der Überfahrt Wale beobachten können. Es stehen außerdem eine Snack-Bar für Getränke und kleine Mahlzeiten, sanitäre Anlagen und ein Sonnendeck zur Verfügung. Die Maschinenanlage besteht aus vier Cummins Dieselmotoren, die auf vier um 360° drehbare Propellergondeln wirken und eine Höchstgeschwindigkeit von 14 Knoten ermöglichen. Die durchschnittliche Dienstgeschwindigkeit im regulären Fährbetrieb liegt bei 9,6 Knoten (ca. 17,8 km/h).
Foto: Facebookseite der Betreibers Les Industries Rilec vom 19. Juni 2025



