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Mecklenburg-Vorpommern – Schwerin: Petermännchen-Fähre auf dem Pfaffenteich Verified - Hosted By Administrator
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Die Petermännchen-Fähre auf dem Schweriner Pfaffenteich
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Der Pfaffenteich in Schwerin – Foto: Raki_Man, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Der Pfaffenteich ist ein Teich mit einer Fläche von etwa 12 Hektar im Stadtteil Schelfstadt der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin. Am Nordwestufer mündet der Aubach in das Gewässer. Wasserstand und -abfluss in den Ziegelinnensee werden durch ein am Nordufer gelegenes Wehr reguliert. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 2,8 Meter.
Seit 1879 verkehrt eine Fähre auf dem Pfaffenteich – zunächst im Ruderbetrieb, ab 1928 mit Motorbooten. 1955 wurde nach Umbau eine 1924 gebaute und ehemals offene Spreewaldfähre zu Wasser gelassen. Dieses Wasserfahrzeug ist nach weiteren Umbauten bis heute in Betrieb und wurde anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Verbindung 1979 in „Petermännchen“, den Namen des Schweriner Schlossgeistes, umbenannt. Im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. September wird dienstags bis sonntags und an Feiertagen in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr die nach dem Schweriner Schlossgeist benannte Fähre “Petermännchen” über den Pfaffenteich betrieben. Hierfür existiert kein Fahrplan. Die Fahrgäste bestimmen, welche der vier Anlegestellen (Zum Bahnhof, Arsenal, E-Werk und Schelfmarkt) die Fähre anlaufen soll. Der Fahrpreis für eine Fahrt beträgt für Erwachsene 2 Euro, für Kinder 1 Euro.

Die Fähre “Petermännchen” wurde 1924 gebaut und ist seit 1955 auf dem Pfaffenteich im Einsatz. Die Bauwerft ist unbekannt. Die Petermännchen-Fähre hat zahlreiche Umbauten und Renovierungen erfahren – u.a. 1954/1955 bei Bootsbau Hans Oberländer in Schwerin, 1973 im VEB Klement-Gottwald-Werk in Schwerin und 1993/1994 durch die Nahverkehr Schwerin GmbH. Dennoch droht aufgrund des technischen Zustands der Fähre 2026 die Verschrottung. Der Oberbürgermeister hat die Vorlage für einen ca. 490.000 Euro teuren Elektro-Katamaran bereits im Mai 2025 eingebracht, um die über 100 Jahre alte Fähre zu ersetzen. Die Stadt hofft auf Fördermittel vom Land, da neben dem Schiff auch zwei Anleger für rund 160.000 Euro saniert werden müssen. Da die aktuelle Betriebsgenehmigung der historischen “Petermännchen” noch bis Ende 2026 läuft, wird der Auftrag vermutlich so getaktet, dass der Neubau zur Saison 2027 voll einsatzbereit ist.
Das “Petermännchen” ist 11,53 Meter lang, 3,7 Meter breit, hat eine Seitenhöhe vom 0,96 Meter, einen Leertiefgang von 0,4 Meter und einen maximalen Tiefgang von 0,56 Meter. Die Verdrängung (das Eigengewicht) ist mit 15,3 Tonnen angegeben. Die Fähre ist für 53 Personen (27 Sitzplätze, 26 Stehplätze) zugelassen, wobei es dann sehr eng an Bord zugehen dürfte. Seit 1992 wird das Schiff von einem Volvo-Penta Dieselmotor Typ MD 31 A mit einer Leistung von 46 kW (ca. 62 PS) bei 3.500 U/min. angetrieben, der auf einen Festpropeller wirkt. Die Geschwindigkeit beträgt 6,5 Knoten (12 km/h). Da die Fähre keinen Zugang zum Wasserstraßennetz hat, ist keine ENI vergeben.
Foto: Tmv23, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons

Foto: Ralf Roletschek, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons




