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Portugal: Caminha – A Guarda über den Río Miño Verified - Hosted By Administrator
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Die Fähre “Sta. Rita de Cássia” über den Río Miño
Der Miño ( portugiesisch Minho) ist ein 315 km langer Fluss im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Er entspringt im Pedregal de Irimia im Meira-Gebirge auf etwa 695 m Höhe. Sein gesamter Oberlauf ist zum Biosphärenreservat deklariert worden. Auf seinen letzten 76 km dient er als Grenze zwischen Spanien und Portugal und mündet La Garda auf spanischer Seite und Caminha auf portugiesischer Seite in den Atlantischen Ozean. Die letzten 33 km bis Tui sind schiffbar.
Etwa 2 Kilometer vor der Mündung in den Atlantik pendelt die Doppelendfähre “Sta. Rita de Cássia” über den Río Miño und verbindet die portugiesische Kleinstadt Caminha grenzüberschreitend ganzjährig mit dem galicischen Küstenort A Guarda in Spanien. Durch zunehmende Versandung allerdings ist es fraglich, ob die Fährverbindung überhaupt noch mal aufgenommen wird. Die Fähre liegt zumeist auf dem Trockenen – siehe das Foto vom August 2023.

Auch 2024 kein Wasser unter dem Kiel! Foto: Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons
Die “Sta. Rita de Cássia” (IMO 8611300, Rufzeichen CSFF4 –
) ist eine 1995 gebaute Doppelendfähre, die im Norden Portugals auf dem Río Miño verkehrt und die portugiesische Kleinstadt Caminha grenzüberschreitend ganzjährig mit dem galicischen Küstenort A Guarda in Spanien verbindet.
Auf Bestellung der Gemeinde Caminha entstand die “Sta. Rita de Cássia” 1995 auf der portugiesischen Werft Estaleiros São Jacinto in São Jacinto. Die Länge beträgt 36,2 Meter, sie ist 11,0 Meter breit und weist einen Tiefgang von 1,20 Metern auf. Das Schiff ist mit 184 BRZ vermessen, die Tragfähigkeit beträgt 90 Tonnen. Angetrieben wird die Fähre von zwei MAN-Sechszylinder-Dieselmotoren mit jeweils 225 kW Leistung. Für die Stromerzeugung stehen zwei Dieselgeneratoren zur Verfügung.
Das Schiff ist für die Beförderung und Pkw und Lastwagen zugelassen. Namensgeberin der Fähre ist die italienische Nonne Rita von Cascia (1381–1447).
Nach Ablieferung an die Gemeinde Caminha nahm die Fähre noch im Dezember 1995 den Betrieb auf. Trägerin des Fährbetriebes ist die Gemeinde selbst, da sie für regelmäßige Verbindungen nach Galicien auf die Fähre angewiesen ist. Die anderen Gemeinden im Miño-Tal – Cerveira, Valença, Monção und Melgaço – verfügen über Brücken nach Spanien. Nutzer der Fähre sind neben Pendlern vor allem Touristen und an den Wochenenden Ausflügler. Nutzerzahlen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie liegen für 2018 vor. Demnach nutzen in diesem Jahr rund 90.000 Passagiere die Fähre.
Die Fähre verkehrt täglich von etwa 8:00 Uhr bis etwa 20:00 Uhr durchgehend im Halbstundentakt. Im Winter wird die Betriebszeit auf etwa 18:00 Uhr verkürzt. Maßgeblichen Einfluss auf den Betrieb hat der Wasserstand des Flusses: So verkehrt die Fähre nur bei ausreichendem Wasserstand. Zudem versandet die Fahrrinne immer wieder. Von Juli 2014 bis April 2015 musste der Betrieb aufgrund der Versandung und der ausbleibenden Baggerarbeiten zeitweise sogar ganz eingestellt werden. Für die Fahrt der rund 7,5 Kilometer langen Strecke benötigt die “Sta. Rita de Cassia” etwa 20 Minuten.



