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Australien – Tasmanien: Bass Strait Freight zur Flinders Island Verified - Hosted By

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Die Fährverbindung von Bridport nach Lady Barron auf Flinders Island

 

 

 

 

 

Flinders Island ist eine australische Insel am östlichen Ende der Bass-Straße zwischen Tasmanien und dem australischen Festland, die von etwa 900 Personen bewohnt wird. Sie ist die größte Insel der Furneaux-Gruppe. Von Tasmanien ist Flinders Island etwa 55 Kilometer Luftlinie entfernt. Rund 20 Kilometer nördlich von Cape Portland erreicht die 1.330 km² große Insel eine Ausdehnung von 29 Kilometer Breite (SW – NO) und 64 Kilometer Länge (NW – SO). Der höchste Punkt ist der 756 Meter hohe Mount Strezelecki. Der Westen der Insel ist von felsigen Dünen und langen Stränden geprägt, während sich am östlichen Ende Lagunenstrände befinden, die als besonders schön gelten. Die südliche Hälfte der Insel ragt von Norden aus in die Roaring Forties hinein. Während der letzten Eiszeit war die heutige Insel Teil der Landbrücke zwischen Australien und Tasmanien. Im Allgemeinen herrscht auf Flinders Island wie auf allen Inseln der Furneaux-Gruppe maritimes, warm-gemäßigtes Klima. Die jährliche Niederschlagsmenge beläuft sich auf circa 600 mm im Südwesten. Im gebirgigen Zentrum sind 800 mm nicht unüblich. Die Durchschnittstemperatur im Winter beträgt 7 °C, im Sommer 22,5 °C, wobei in den besonders warmen Monaten auch 30–33 °C gemessen werden. Die Insel ist bis weit über ihre Grenzen hinaus bekannt für ihre Vorkommen von Wallabys sowie Bilch-, Ring- und Kletterbeutlern. Für zahlreiche Unterarten hiervon ist die Insel zu einem ihrer letzten Rückzugsorte geworden. Die Rinderzucht ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor auf Flinders Island. Flinders Island liefert jährlich etwa 20.000 bis 22.000 Rinder für die tasmanische Fleischindustrie.

Die Reederei Bass Strait Freight bietet eine wöchentliche Verbindung nach Flinders Island an. Da Flinders Island 12 x wöchentlich ab Launcestown (35 Minuten Flugdauer)  und 3x wöchentlich ab Melbourne (Flugzeit 55 Minuten) angeflogen wird, dient die Fähre primär dem Transport von Fracht. Nur wenige Passagiere nutzen die Fähre, die für die Überfahrt rund 8 Stunden benötigt und gelegentlich sehr früh am Morgen ablegt bzw. festmacht. Die Reederei setzt die RoRo-Fähren “Matthew Flinders III” und “Matthew Flinders IV” ein.

 

 

Die Fähre “Matthew Flinders III”:

 

 

 

Das RoRo-Schiff “Matthew Flinders III”  (IMO 8957364, MMSI 503324000, Rufzeichen VNTE – ) wurde 1995 auf der Werft F.C.Management in Bridport gebaut und später auf 45 Meter verlängert. Das Schiff ist 44,67 Meter lang, 10,8 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,1 Meter. Die “Matthew Flinders III” ist mit 298 BRZ vermessen und hat eine Tragfähigkeit von 270 Tonnen. Die Dienstgeschwindigkeit beträgt 8,6 Knoten.

2009 machte die “Matthew Flinders III” Schlagzeilen, als sie vor King Island mit einer Ladung von 283 Rindern auf Grund lief. Grund waren Probleme mit der Schiffsschraube. Das Schiff konnte abgeschleppt werden, es wurden keine Besatzungsmitglieder und Tiere verletzt und es trat kein Treibstoff aus.  Photo with kind permission of Tobias S. Holland from Australia via Shipspotting.com – thank you very much ♥

 

 

Die Fähre “Matthew Flinders IV”:

 

 

 

Die RoRo-Fähre “Matthew Flinders IV”  (MMSI 503000207, Rufzeichen VNZ3231 – , Official Number 862585) wurde im September 2021 auf der Schiffswerft Matthew Bayles in Bridport auf Kiel gelegt und Anfang 2022 abgeliefert. Es ist speziell für den Transport von Vieh, Fahrzeugen (einschließlich Campern) und allgemeiner Fracht konzipiert, verfügt aber auch über eine Lizenz zur Beförderung von 30 Passagieren, denen an Bord eine Lounge zur Verfügung steht. Bei Ablieferung war die “Matthew Flinders IV” 35,41 Meter lang, soll aber 2026 auf 45 Meter verlängert werden. Ziel ist Erhöhung der Nutzlast auf 500 Tonnen und der Transportkapazität auf 650 Rinder pro Tour (statt bisher ca. 480 Rinder).

Das Schiff wird von drei Cummins K19 Marine-Dieseln angetrieben. Diese 19-Liter-Reihensechszylinder-Motoren leisten je nach Konfiguration zwischen 450 und 700 PS (336–522 kW). Insgesamt stehen somit bis zu 2.100 PS zur Verfügung, die auf drei Propeller wirken. Da das Schiff einen sehr geringen Tiefgang haben muss, um die Häfen von Bridport und Lady Barron bei Ebbe befahren zu können, können keine großen Propellerdurchmesser verwendet werden. Die Lösung ist der Einsatz von drei kleineren Propellern, um die notwendige Schubkraft über eine größere Fläche zu verteilen. Außerdem verfügt die “Matthew Flinders IV” über zwei Bugstrahlruder mit jeweils 300 kW Leistung.   Foto: Bass Strait Freight

 

 

 

 

 

 

 

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