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Elbe – Verkehrsgesellschaft Meißen mbH: Elbfähre F30 Strehla – Lorenzkirch Verified - Hosted By Administrator
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Die Elbfähre Strehla – Lorenzkirch
Strehla ist eine Kleinstadt im Landkreis Meißen in Sachsen an der Elbe nördlich von Riesa gelegen. Am 24. April 1945 begegneten sich hier erstmals die US-Truppen und die Rote Armee. Bei Stromkilometer 115,12 pendelt die Elektrofähre “Elbnixe” über die Elbe und verbindet verbindet die Stadt Strehla mit Lorenzkirch, einem Ortsteil der Gemeinde Zeithain. Diese Fähre ist die einzige Übersetzmöglichkeit zwischen Riesa und Mühlberg. Mit ihr verläuft auch der ökomenische Pilgerweg (Jacobsweg) über den Strom. Im Zusammenhang mit diesem Weg wurde im 11. Jahrhundert die Furt in Strehla erwähnt. Die Fähre existiert seit dem 15. Jahrhundert.
Die Fähre wird von der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH als F30 betrieben und ist von Ende März bis Ende November in Betrieb. Sie fährt werktags von 6:00 Uhr bis 19:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
Die Elektrofähre “Elbnixe”:

Ein seltenes Bild – die Schwesterschiffe “Klarisse” und “Elbnixe” liegen im Päckchen am Anleger an der Fährstelle F28 Niederlommatzsch – Diesbar-Seußlitz. Foto: Pressemitteilung des Landkreis Meißen vom 2.April 2026, Fotograf Silvian Hesse
Die Elektrofähre “Elbnixe” (ENI 04814890, MMSI 211202030, Rufzeichen DF3600 –
) wurde 2026 unter der Baunummer 240 auf der Lux-Werft in Mondorf am Rhein gebaut. Nach einer elftägigen Überführungsreise über den Rhein, Mittellandkanal und Elbe traf die „Elbnixe“ am 27. März 2026 planmäßig im Landkreis Meißen ein. Die offizielle Indienststellung auf der Verbindung Strehla – Lorenzkirch verzögerte sich aufgrund von Bauarbeiten am Anleger und fand erst Anfang Mai 2026 statt.
Die “Elbnixe” ist die zweite Einheit einer Serie von 4 baugleichen Elektrofähren für die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH. Die anderen Fähren sind das Typschiff “Klarisse” (F28 Niederlommatzsch – Seußlitz), die “Ritter Karras“ (F24 Coswig-Kötitz – Gauernitz) und die „Riesaer Riese“ (F29 Riesa – Pomnitz), die alle 2026 in Dienst gestellt werden sollen. Die barrierefrei konzipierte Fähre ist 16,5 Meter lang, 5,12 Meter breit, hat einen Leertiefgang von 0,55 Meter und einen maximalen Tiefgang von 0,6 Meter. Die Verdrängung (Eigengewicht) beträgt 25 Tonnen. Sie kann 80 Personen oder 50 Personen und 25 Fahrräder befördern. Der Elektromotor leistet 78 kW, Angaben zur Batteriekapazität sind nicht bekannt. Die Akkus sind für eine Lebensdauer von 20 Jahren konzipiert. Außerdem besitzt die Fähre ein Solardach aus transluzentem Glas, das zusätzlichen Strom in die Batterien einspeist.

Die Elektrofähre “Elbnixe” im Rohbau – Foto: Pressemitteilung der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM) vom 15. Januar 2026
Das Vorgängerschiff “Nixe”:

Das Fährboot “Nixe” (ENI 04811490) wurde 1999 unter der Baunummer 189 auf der Werft Laubegast in Dresden gebaut. Es ist 12,98 Meter lang, 3,26 Meter breit und hat einen Tiefgang von 0,40 Meter. Es ist mit einem 42 kW-Motor ausgestattet und für maximal 20 Passagiere zugelassen. Die “Nixe” soll im Frühjahr 2026 durch einen Neubau ersetzt werden. Die Elektrofähre “Elbnixe” entsteht derzeit auf der Luxwerft in Mondorf am Rhein. Foto: Maarten Sepp, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons



